03.12.2009

Nach der Pensionierung fühlen sich viele Menschen jünger

Laut den Aussagen von Menschen, die in den Ruhestand getreten sind, verbessert sich ihr gesundheitlicher Zustand deutlich mit der Pension. Sie fühlen sich um etwa acht Jahre jünger...

Bis zu sieben Jahre lang nach dem Austritt aus dem aktiven Berufsleben fühlen sich die meisten Menschen um acht Jahre jünger. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle europäische Studie. Nur für eine Minderheit von 2% gilt dies demnach nicht. Diese genossen ideale Arbeitsbedingungen.

Die Untersuchung macht auf drei wesentliche Punkte aufmerksam: Zunächst legt sie nahe, welche Belastung Arbeit für ältere Menschen darstellt. Außerdem stellt sie heraus, dass die Pensionierung für die Mehrheit der Senioren eine große Erleichterung bedeutet. Schließlich kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die negativen Auswirkungen und dann die Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes des Arbeitnehmers im Ruhestand um so deutlicher sind, je schlechter die Arbeitsbedingungen vorher waren.

Laut dem Studienleiter Hugo Westerlund von der Universität Stockholm sollten ältere Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, das Arbeitspensum nach Bedarf zu reduzieren.

Die Forscher befragten fast 15.000 Beschäftigte des französischen Energieversorgungswerks Electricité de France - Gaz de France nach ihrem Gesundheitsempfinden und begleiteten sie mehrere Jahre (vor und nach ihrer Pensionierung). Demnach litten Angestellte, die niedrige Tätigkeiten verrichteten, mehr unter der Arbeitslast als jene, die über mehr Autorität in ihrer Position verfügten und/oder eine bessere Ausbildung besaßen, d.h. Menschen, die das Gefühl hatten, ihre Arbeitssituation besser kontrollieren zu können.

Die Wissenschaftler räumen ein, dass der positive Effekt des Renteneintritts wahrscheinlich durch den zunehmenden finanziellen Stress aufgrund schlechter Renten, den zunehmend mehr Menschen im Alter erleben, zunichte gemacht werden kann.