03.12.2008
Nahrungsmittel-Allergien sind seltener als angenommen
Bei Unverträglichkeits-Symptomen ist nur in 50% der Fälle tatsächlich eine Allergie die Ursache...
Nahrungsmittelallergien werden öfter vermutet als tatsächlich nachgewiesen. Zwar klagen 10 bis 20% der Bevölkerung über Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Forscher der Universität Würzburg fanden aber heraus, dass nur bei rund 51% der Patienten tatsächlich eine Allergie vorliegt. Bei fast 49% konnte sie weitestgehend ausgeschlossen werden, berichten die Wissenschaftler in dem in Köln erscheinenden „Deutschen Ärzteblatt".
Allein die Allergie-Vermutung lasse die Lebensqualität vieler Menschen jedoch deutlich sinken, da sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder Ängste ihren Alltag prägen. Selbst allergische Symptome stehen nicht immer für eine Nahrungsmittelallergie, sondern können andere Gründe haben, etwa Unverträglichkeiten, Magen-Darm-Krankheiten oder psychovegetative Reaktionen. Andererseits gibt auch es immer wieder Fälle von nicht entdeckten oder unterschätzten Lebensmittelallergien. Aufschluss kann den Forschern zufolge aber nur eine intensive allergologische Untersuchung geben.
