13.01.2015
Neues Infonetz unterstützt Krebspatienten
Ein neuer telefonischer Beratungsdienst „Infonetz Krebs" bietet Krebspatienten seriöse Antworten auf ihre Fragen - leicht verständlich und patientennah formuliert.
So unterschiedlich Betroffene mit der schockierenden Diagnose Krebs umgehen, so individuell sind die Fragen, die sie sich stellen. Antworten, leicht verständlich und patientennah formuliert, liefert der neue telefonische Beratungsdienst ‚Infonetz Krebs‘. Darauf machen die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft aufmerksam.
Rund 500.000 Menschen sehen sich in Deutschland jedes Jahr mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Eine Diagnose, die das gesamte Leben der Betroffenen, aber auch ihrer Angehörigen und Freunde von einem Tag auf den anderen verändert. Viele dieser Menschen haben sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht mit dem Thema Krebs auseinandersetzen müssen. Unwissenheit aber verstärkt Ängste und das Gefühl der Hilflosigkeit. Und das in einer Situation, in der sich die Betroffenen mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sehen und weitreichende Entscheidungen, wie etwa die Wahl des Behandlungsverfahrens, treffen müssen.
Seit Gründung der Deutschen Krebshilfe vor 40 Jahren durch Mildred Scheel gehört die Information und Aufklärung über die Erkrankung Krebs zu den Kernaufgaben der Organisation. „Krebspatienten sollen und möchten heute auch in die medizinischen Entscheidungen mit einbezogen werden und damit gleichberechtigte Gesprächspartner ihrer behandelnden Ärzte sein", betont der Präsident der Deutschen Krebshilfe Dr. Fritz Pleitgen. Gemeinsam reagieren die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft auf den hohen Bedarf an patientennahen Informationen mit dem neuen Beratungsangebot ‚Infonetz Krebs‘, das Aufklärung mit höchster Qualität und nach aktuellem Wissen bietet.
Zahlreiche Experten haben viele tausend wissenschaftliche Artikel, Studien, Gesetzestexte und Erfahrungsberichte von Betroffenen gesichtet und analysiert. Die Datenbank des ‚Infonetz Krebs‘ umfasst somit den heutigen Wissensstand in der Onkologie.
Unter der Telefonnummer 0800 / 80 70 88 77 erhalten Betroffene und deren Angehörige kostenfrei qualitätsgesicherte Informationen und Beratung. „Das Beratungsangebot ist als zusätzlicher Service gedacht und soll den Patienten dabei unterstützen, aktiv und informiert an seiner Krebsbehandlung teilzuhaben", erklärte Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.
Das Angebot solle das Gespräch mit dem Arzt aber nicht ersetzen. Vielmehr wolle man erreichen, dass Patienten dem behandelnden Arzt auf Augenhöhe begegnen könnten, betonen die beiden Krebs-Organisationen.
Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.
