24.06.2010
Nur wenige Betriebe beugen Stress vor
Bei der Prävention von Stress und damit zusammenhängenden Erkrankungen liegen deutsche Betriebe weit unter dem EU-Durchschnitt...
Das Thema Stressprävention wird in deutschen Betrieben recht stiefmütterlich behandelt. Nur rund jedes siebte Unternehmen (gut 15 Prozent) wendet Verfahren an, die helfen sollen, den Umgang mit arbeitsbedingtem Stress zu verbessern. Das hat die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ermittelt. In ihrem Auftrag wurden 36 000 Manager und Arbeitsschutzbeauftragte aus den 27 EU-Ländern und aus Norwegen, Kroatien, der Türkei sowie der Schweiz befragt.
Damit liegt Deutschland weit unter dem europäischen Durchschnitt, wenn es um Stressprävention geht: In der EU tut immerhin jeder vierte Betrieb (26 Prozent) systematisch etwas gegen die negativen Folgen von Stress im Job. Die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.
