03.02.2015

Online-Fragebogen für CED-Patienten

Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) können mithilfe eines kostenlosen, wissenschaftlich erprobten Fragebogens aktuelle Probleme vergegenwärtigen und davon profitieren.

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gehören zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), auf Englisch als „inflammatory bowel disease" (IBD) bezeichnet. Bei Menschen mit einer CED entzündet sich der Darm. Dies führt zu starken Bauchschmerzen und Durchfall. Die Entzündung betrifft entweder kontinuierlich den ganzen Darm wie bei der Colitis ulcerosa oder abschnittsweise mit abwechselnd entzündeten und gesunden Darmabschnitten wie beim Morbus Crohn.

Für Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gibt es im Internet unter www.ced-aktiv-werden.de einen kostenlosen, wissenschaftlich erprobten Online-Fragebogen, der Betroffenen eine einfache Hilfestellung bietet, um ihre aktuelle Lebenssituation besser einzuschätzen und passende Unterstützungsangebote kennenzulernen. Im Verlauf einer CED werden Patienten sich wiederholt mit verschiedenen körperlichen, seelischen oder sozialen Problemen auseinandersetzen müssen. Mit Hilfe des Fragebogens können sie sich einen einfachen Überblick über ihre aktuellen Probleme verschaffen. Der Fragebogen spricht insgesamt 22 Problemfelder an, die häufig von CED-Betroffenen berichtet werden und überprüft, ob Auffälligkeiten vorliegen. Auf Grundlage ihrer Antworten erhalten die Betroffenen eine „maßgeschneiderte" Rückmeldung über ihr persönliches Problemprofil. Zugleich bekommen sie Vorschläge für passende und aussichtsreiche Unterstützungsangebote. Das Ergebnis kann ausgedruckt und später mit dem Facharzt besprochen werden.

Das Projekt wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts „Versorgungsnahe Forschung - Chronische Krankheiten und Patientenorientierung" (siehe www.forschung-patientenorientierung.de) im Auftrag von Bundesministerien, Krankenkassenverbänden und der Deutschen Rentenversicherung entwickelt. Das Ziel besteht darin, die neusten Erkenntnisse aus der universitären Forschung möglichst schnell zum Patienten und in die Arztpraxen zu übermitteln.