11.12.2013

Papierhandtücher hygienischer als Lufttrockner

Beim Händetrocknen mit Papierhandtüchern breiten sich weniger Keime auf den Händen und im Waschraum aus als bei Heißlufttrocknern oder Hochgeschwindigkeitslufttrocknern.

Europäische Mikrobiologen und Krankenhaushygieniker haben eine wissenschaftliche Konsenserklärung veröffentlicht, die anerkennt, dass sich beim Händetrocknen mit Papierhandtüchern weniger Keime auf den Händen und im Waschraum ausbreiten als bei Heißlufttrocknern oder Hochgeschwindigkeitslufttrocknern. Die Konsenserklärung enthält wertvolle Hinweise für alle, die in Krankenhäusern und Kliniken arbeiten und für die Aufrechterhaltung der höchsten Hygienestandards verantwortlich sind.

Die sechs Experten, die in Krankenhäusern und an Universitäten in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien und Schweden tätig sind, haben unter dem Titel „Händetrocknen: Ein wichtiger Bestandteil der Händehygiene" eine 8-Punkte-Konsenserklärung unterzeichnet.  Die Erklärung unterstreicht die Bedeutung des Händetrocknens im Anschluss an das gründliche Händewaschen und stellt fest, dass Lufttrockner mit Keimen belastetes Wasser von den Händen blasen. Die so verbreiteten Keime können dann andere Personen im Waschraum infizieren. 

Die untersuchten Studien lassen vermuten, dass bei einigen Arten von Händetrocknern ein größeres Risiko der Keimbelastung gegeben sein könnte. Eine höhere Keimzahl fand sich auf und unter Lufttrocknern, insbesondere bei Jet-Lufttrocknern. Diese Erkenntnisse haben Auswirkungen auf die Verhinderung der Ausbreitung von Keimen und Infektionen, die in der medizinischen Fachwelt und darüber hinaus weiter untersucht werden sollten", sagt Marc Van Ranst, Professor für Virologie und Direktor der Sektion Mikrobiologie und Immunologie an der Universität Leuven in Belgien.

Quelle: Duomedia