23.02.2009
Patienten beklagen schlechtere medizinische Versorgung
Gesetzlich Versicherte und ostdeutsche Patienten sind besonders unzufrieden...
Patienten fühlen sich oft zu wenig persönlich betreut und zu häufig der Apparatemedizin sowie langen Wartezeiten ausgesetzt. Insgesamt beklagen 41% der Bundesbürger eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung. In Brandenburg, Bremen und Hessen sind es sogar 50% oder mehr, berichtete die Wirtschaftsberatung Ernst & Young nach einer Befragung von 2.000 Personen. Unterm Strich werten aber 85% die Versorgung positiv - jeder 4. ist sogar sehr zufrieden.
Vor allem bei der Wartezeit fühlen sich Kassen-Patienten deutlich benachteiligt. So beklagen 52% der gesetzlich Versicherten, dass sie bei Fachärzten zu lang warten müssen - dagegen sind 70% der Privat-Versicherten zufrieden. Qualität, Diagnostik, Ausstattung und Freundlichkeit schätzen jeweils zwischen 85 und 94% der Kassen- und Privat-Patienten als eher gut oder gut ein. Ostdeutsche wiederum sind unzufriedener als Westdeutsche mit der Versorgung.
Als überraschend werteten die Experten das relativ schlechte Ansehen hochtechnisierter Universitätskliniken. So vertrauen nur 70% Ärzten dieser Häuser, 75% vertrauen Apothekern, 78% Ärzten an Allgemeinkliniken, 89% den Fachärzten und 93% ihrem Hausarzt.
