09.03.2009
Rauchen - Frauen fällt Aufhören schwerer
Einer neuen Studie zufolge sind Frauen oft weniger motiviert zum Ausstieg und fürchten eher, zuzunehmen...
Frauen haben deutlich mehr Probleme als Männer, mit dem Rauchen aufzuhören. Außerdem reagieren sie nach einem neuen Report des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) empfindlicher auf die Schadstoffbelastungen durch das Rauchen und das Passivrauchen. Besonders gefährdet sind Frauen vor allem bei Herz- Kreislauferkrankungen, bei Lungenerkrankungen und bei der Knochenkrankheit Osteoporose. Zudem werden der Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit beeinflusst. Kinder rauchender Mütter und Väter leiden vermehrt an Atemwegserkrankungen, Asthma und Mittelohrentzündungen.
Nach Überzeugung der Experten fällt es Frauen vor allem deswegen schwer, mit dem Rauchen aufzuhören, weil sie zumeist weniger motiviert zum Ausstieg sind und weniger an einen erfolgreichen Versuch glauben als männliche Raucher. Zudem erwarten sie häufiger als Männer Schwierigkeiten beim Rauchstopp und befürchten in stärkerem Ausmaß, dass sie durch einen Rauchstopp an Gewicht zunehmen könnten, heißt es in dem Report.
Körpergewicht kann ansteigen
Wer mit dem Rauchen aufhört, muss damit rechnen, mehrere Kilogramm zuzulegen - in jedem 10. Fall sogar um bis zu 10 Kilo. Frauen nehmen dabei durchaus mehr zu als Männer. Außerdem sind Entzugssymptome bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern und eine Nikotinersatz-Therapie wirkt schlechter.
Nach Angaben des Krebsforschungszentrums haben im Jahr 2006 in Deutschland 35% der Männer und 27% der Frauen geraucht. In den letzten Jahrzehnten hat sich demnach das Rauchverhalten der Frauen dem der Männer angeglichen. Allerdings rauchen Frauen nach wie vor über alle Altersgruppen hinweg weniger Zigaretten pro Tag als Männer.
