06.11.2013

Rechtzeitig gegen Hepatitis impfen lassen

Zur Vorbereitung für den nächsten Urlaub ist eine rechtzeitige Impfung gegen Hepatitis A und B sinnvoll. Darauf weist die Deutsche Leberstiftung hin.

Gerade im Urlaub in südlichen Ländern besteht die Gefahr einer Infektion mit Hepatitisviren. Das Robert Koch-Institut hat festgestellt, dass über 50 Prozent der nach Deutschland eingeschleppten Hepatitis A-Fälle aus den Mittelmeeranrainerstaaten stammen, so dass auch für Urlauber in diesen Ländern eine Impfung ratsam sein kann. Wer sich gegen Hepatitis A und B impfen lassen möchte, sollte bedenken, dass beide Impfungen eine Vorlaufzeit haben, in der drei Impfdosen gegeben werden. „Deshalb sollte man rechtzeitig damit beginnen, um für die nächsten Ferien einen guten Schutz zu haben", sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstand der Deutschen Leberstiftung, anlässlich des 14. Deutschen Lebertages am 20. November 2013.

Geimpft werden können Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr sowie Jugendliche und  Erwachsene. In Deutschland gibt es eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Sie erfolgt in drei Schritten durch Injektionen. Die zweite Spritze erhält man einen Monat nach der ersten Impfung. Nach sechs Monaten wird dann nochmals geimpft. Danach ist die Impfung vollständig und bietet langjährigen Schutz vor Hepatitis A und B. Wer zu Pfingsten (Anfang Juni 2014) den vollen Impfschutz gegen Virushepatitis A und B genießen möchte, sollte also bis Anfang November mit der ersten Impfung starten.

Es ist auch möglich, Einzelimpfungen gegen Hepatitis A und B zu erhalten. Sollte die Impfung vor Antritt einer Reise noch nicht komplett sein, hat man dennoch einen gewissen Schutz. Es lohnt sich also auch, noch kurz vor einer Reise, sich impfen zu lassen. Bleibt nicht genug Zeit, gibt es außerdem ein beschleunigtes Impfschema, mit dem bei gesunden Erwachsenen auch schneller ein Impfschutz erreicht werden kann.

Eine Ansteckung mit Hepatitis A-Viren ist über verschiedene Wege möglich. Eisgekühlte Getränke oder unsauberes Trinkwasser sind nur zwei Möglichkeiten. Auch Lebensmittel sollten in den Urlaubsländern immer durchgegart sein, bevor man sie verspeist. Unsaubere Toiletten können ebenso für eine sogenannte Schmierinfektion sorgen, wenn nach dem Toilettengang auch die Händehygiene zu wünschen übrig lässt. So wird das Virus von einer Hand zu nächsten gegeben. Eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus heilt zwar meist folgenlos aus, bedeutet aber häufig vor allem für Erwachsene einen schwierigen Krankheitsverlauf mit längerer Arbeitsunfähigkeit. In seltenen Fällen kann sogar ein Leberversagen entstehen.

Quelle: Deutsche Leberstiftung

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