25.10.2011

Rheuma erhöht Osteoporose-Risiko

Über die spezielle Osteoporose-Gefahr für Rheumatiker sowie Möglichkeiten der Frühdiagnostik und Vorbeugung informiert eine neue Info-Broschüre der Rheuma-Liga.

Rheumakranke Menschen sind besonders gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Die Knochen verändern sich infolge der rheumatischen Entzündungen. Auch Medikamente, wie z. B. Kortisonpräparate, die oft zur Behandlung von Entzündungen eingesetzt werden, können eine Osteoporose fördern. Zudem trägt Bewegungsmangel, zu dem es bei Rheumatikern aufgrund ihrer Schmerzen und Gelenkbeschwerden leicht kommen kann, zur Entwicklung einer Osteoporose bei. Rheumapatienten sollten daher ihr erhöhtes Osteoporoserisiko beachten und Maßnahmen zur aktiven Vorbeugung treffen. Dazu rät die Deutsche Rheuma-Liga aus Anlass des Weltosteoporosetages am 20.10.2011.

Körperliche Bewegung, insbesondere Krafttraining zur Stärkung der Knochen, ist in vieler Hinsicht hilfreich.Vorbeugung ist außerdem möglich durch eine bewusst kalziumreiche Ernährung. Ein Glas Milch, ein Joghurt und zwei Scheiben Käse am Tag reichen hierzu meist schon aus. Spaziergänge im Freien (UV-Strahlung) sowie die Einnahme von Vitamin D3-Tabletten mit 2000 IE (Internationale Einheit) pro Tag vermindern das Risiko der Knochenbrüchigkeit.

Bei Rheumatoider Arthritis und anderen entzündlichen Rheumaerkrankungen ist zudem eine gut eingestellte Medikamententherapie notwendig, um die Entzündungsaktivität im Griff zu halten. Grundsätzlich sollte bei diesen Krankheitsbildern zu Beginn der Behandlung eine Knochendichtemessung erfolgen, fordert die Deutsche Rheuma-Liga. Anhand einer ersten Messung könne der weitere Verlauf beobachtet werden und eine möglicherweise zuvorunerkannte Osteoporose diagnostiziert und therapiert werden.

Folgen einer fortgeschrittenen, unbehandelten Osteoporose können starke Schmerzen, Bettlägerigkeit und Operationen sein. Die Knochenbrüchigkeit selbst verursacht aber in der Regel keine Beschwerden. Deshalb bleibt die Osteoporose oft lange Zeit unerkannt. Ein Poster mit Bewegungsübungen und Kurzinformationen sowie eine umfangreiche Broschüre mit dem Titel „Erst Rheuma - dann Osteoporose?" sind bei der Rheuma-Liga erhältlich.

Bestelladresse:

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V., Maximilianstr. 14, 53111 Bonn, Fax: 0228-7660620, Email: bv@rheuma-liga.de oder per Info-Telefon: 01804-600 000 (20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, bei Mobiltelefon max. 42 Cent).