03.06.2015
Schmerzsalbe besser von Katzen fernhalten
NSAID-haltige Salben, die gegen Rheumaschmerzen oder bei Sportverletzungen angewendet werden, können bei Katzen bereits in geringen Mengen Nierenversagen verursachen.
Rheumatiker, die eine Katze haben, sollten darauf Acht geben, dass ihr Haustier nicht mit NSAID-Salbe in Kontakt kommt. Die Abkürzung NSAID (aus dem Englischen non-steroidal anti-inflammatory drugs) steht für nicht-steroidale Antiphlogistika, die schmerzlindernd wirken, dabei aber nicht zu den Steroiden (wie z.B. Cortison) gehören, und in Form von Cremes, Gelen oder Sprays von außen angewendet werden können - und zwar nicht nur bei Rheuma gegen Gelenkschmerzen, sondern z.B. auch bei Muskelschmerzen nach Sportverletzungen.
NSAID-Salben können bei Katzen bereits in geringen Mengen Nierenversagen verursachen. Davor warnt die US-Arzneibehörde FDA. Anlass sind fünf aktuelle Fälle aus den USA, in denen Hauskatzen ein akutes Nierenversagen entwickelten, weil sie offenbar in Kontakt mit einer NSDAID-haltigen Salbe geraten waren. Drei der Tiere starben daran. Wie die Katzen in Kontakt mit der Salbe kamen, ist noch unklar - vorstellbar wäre aber z.B., dass die Tiere an den mit Salbe behandelten Hautstellen ihrer Halter geleckt hatten.
NSAID können bei vorgeschädigter Niere zum Nierenversagen führen. Dabei sind Katzen möglicherweise noch empfindlicher als Menschen, so dass ihnen auch schon geringste Mengen unter Umständen zum Verhängnis werden können. Die FDA rät daher, NSAID-Salben so aufzubewahren und anzuwenden, dass sie für Katzen nicht zur Gefahr werden können.
Korrekterweise muss noch angemerkt werden, dass sich die FDA ausschließlich auf NSAID-Salben mit dem Wirkstoff Flurbiprofen bezieht. Dieser ist in Deutschland zwar in Augentropfen und Halsschmerzmitteln enthalten, nicht aber in Schmerzsalben.
Quelle: FDA-Warnung vom 17.4.15
