21.12.2010
Selbsthilfegruppen für türkische Rheumapatientinnen
Die deutsch-türkische Gesundheitsstiftung und die Rheuma-Liga haben in Kassel, Gießen und Frankfurt Selbsthilfegruppen speziell für türkische Rheumatikerinnen eröffnet.
Viele Türken können wegen schlechter Deutschkenntnisse das Angebot von Selbsthilfegruppen nicht in Anspruch nehmen. Jetzt gibt es in Kassel, Gießen und Frankfurt Selbstgruppen, in denen sich türkische Frauen, die unter Rheuma leiden, über ihre Krankheit informieren lassen und Erfahrungen mit Leidensgenossinnen austauschen können. Diese wurden von der deutsch-türkischen Gesundheitsstiftung in Kooperation mit der Rheuma-Liga Hessen gegründet und werden die nächsten zwei Jahre lang von der AOK, bei der rund 125.000 Türken in Hessen krankenversichert sind, mit 70.000 Euro unterstützt.
Alle zwei Wochen kommen die Patientinnen für zwei Stunden zusammen, um sich auszutauschen und Fragen zu stellen. Ein Arzt gibt ihnen dabei Ratschläge. Außerdem zeigt eine Trainerin praktische Übungen, mit denen sich Schmerzen vermeiden bzw. lindern lassen. „Wenn Betroffene über ihre Krankheit informiert werden und von anderen Menschen umgeben sind, die unter den gleichen Problemen leiden, können sie besser damit umgehen“, erläutert Dr. Yasar Bilgin von der deutsch- türkischen Gesundheitsstiftung.
