23.12.2012

Spritzentherapie bei Rheumatoider Arthritis hat gegenüber Tabletten Vorteile

Das Rheumamedikament MTX ist besser verträglich, wenn es unter die Haut gespritzt wird - und zwar am besten abends. Darauf weisen die Rheumatologen vom BDRh hin.

Ziel der Behandlung von Patienten, die unter Rheumatoider Arthritis (RA) leiden, ist ein möglichst dauerhaftes Nachlassen der Beschwerden (Remission) oder zumindest eine Verringerung der Aktivität ihrer Erkrankung. Bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung sind die Aussichten dafür gut. Etwa drei von vier RA-Patienten bekommen das Basismedikament Methotrexat (MTX) verordnet - entweder als Monotherapie oder in Form  einer Kombinationstherapie mit konventionellen, krankheitsmodifizierenden Medikamenten (sog. Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs, DMARDs) oder mit modernen Biologika. „Im Gegensatz zur oralen Einnahme in Form von Tabletten ist MTX allerdings besser verträglich, wenn es unter die Haut gespritzt - im Fachjargon: subkutan injiziert - wird", betont Dr. Edmund Edelmann, Vorstandsvorsitzender des BDRh und praktizierender Rheumatologe in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Aibling. „Dabei sollte die Injektion am besten abends erfolgen, wobei sich der Zeitpunkt durchaus an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anpassen lässt. Zur Injektion stehen Fertigspritzen zur Verfügung, die recht einfach anzuwenden sind."

Größere Therapietreue, weniger Nebenwirkungen

Abgesehen von weniger Nebenwirkungen bietet die Spritzentherapie weitere Vorteile: „Im Vergleich zu oral einzunehmenden Medikamenten lässt sich mit Spritzen erfahrungsgemäß eine größere Therapietreue vonseiten der Patienten (sog. Compliance) erreichen", erläutert Edelmanebenwirkungnn. „Gerade für ältere Patienten, die unter mehreren Krankheiten zugleich leiden und deshalb täglich zahlreiche Arzneimittel einzunehmen haben, besteht bei den Spritzen außerdem keine Verwechslungsgefahr mit anderen Medikamenten, die sie schlucken müssen. Darüber hinaus kann der Verzehr mancher Lebensmittel die Wirksamkeit der Spritzen nicht wie bei Tabletten beeinflussen."