05.03.2009
Training auf dem Laufband fördert Durchblutung
Regelmäßige Einheiten auf dem Laufband verbessern die Durchblutung der Beine und lindern Beschwerden...
Regelmäßiges Laufband-Training erweitert einer aktuellen Studie zufolge die Arterien und verbessert so die Blutversorgung der Extremitäten. Insbesondere Menschen mit Störungen der Durchblutung in den Armen oder Beinen sowie andere Herz-Kreislauf-Patienten könnten von Ausdauer-Training profitieren, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) mit.
Amerikanische Wissenschaftler haben in einer Untersuchung an Patienten mit so genannter arterieller Verschlusskrankheit gezeigt, dass sich nach einem 6-wöchigen Laufband-Training die Arterien weiten. Außerdem konnten die Patienten länger auf dem Laufband trainieren und längere Strecken schmerzfrei gehen. Zudem verbesserte sich generell das Wohlbefinden der Patienten (JAMA 2009, 301: Seite 165). Bereits 3 Trainingseinheiten pro Woche von je 15 bis 40 Minuten reichten dafür schon aus. Auch Kraft-Training der Beine kann Patienten mit Durchblutungsstörungen demnach helfen: Nach 24 Wochen mit 3 wöchentlichen Trainingseinheiten (3 Sätze mit je 8 Wiederholungen) konnten sie längere Strecken auf dem Laufband zurücklegen und leichter Treppen steigen.
Leichtes Training reicht schon aus
Ausdauersport fördert also den Blutfluss und stärkt die körperliche Leistungsfähigkeit. „Gerade bei Menschen mit Störungen der Durchblutung wie einer arteriellen Verschlusskrankheit sind oft die Wände der Blutgefäße geschädigt, so dass sich die Arterien nicht mehr ausreichend weiten können. Sport kann dann die Funktionstüchtigkeit der Blutgefäße wieder verbessern", bestätigt Prof. Martin Halle vom BDI. Dabei müssten sich die Betroffenen nicht einmal außerordentlich anstrengen: „Das Herz-Kreislauf-System profitiert schon von einem aktiven Alltagsleben. Regelmäßige Spaziergänge, Haus- oder Gartenarbeit sowie Treppensteigen stärken Herz und Blutgefäße, Immunsystem, Muskulatur und Knochen", rät der Kardiologe und Sportmediziner von der Technischen Universität München.
