10.03.2013

Vitamin-C-Pillen können Risiko für Nierensteine erhöhen

Wer regelmäßig hochdosierte Vitamin C Präparate einnimmt, ist eher gefährdet, Nierensteine zu bekommen. Darauf weisen die Internisten vom BDI unter Berufung auf eine aktuelle Studie hin.

Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen bzw. schon einmal Nierensteine hatten, sollten nicht regelmäßig hochdosierte Vitamin-C-Präparate einnehmen. Darauf machen die Internisten vom Berufsverband Deutsche Internisten (BDI) in Wiesbaden aufmerksam „Eine aktuelle Studie (JAMA Internal Medicine, Online-Veröffentlichung am 4.2.13) kommt zu dem Ergebnis, dass das Nierensteinrisiko von Männern, die über zehn Jahre hinweg täglich eine Vitamintablette mit 1000 mg Vitamin C schluckten, doppelt so groß ist im Vergleich zu Männern, die auf das Vitaminergänzungsmittel verzichten", berichtet Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI und praktizierender Internist in einer Hamburger Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin. „Es heißt zwar immer, Vitamin-C-Präparate seien unbedenklich, da überschüssiges Vitamin C (Ascorbinsäure) über den Urin ausgeschieden werde. Ein Teil der Ascorbinsäue wird im Körper allerdings auch zu Oxalsäure (Oxalat) abgebaut -  also demjenigen Bestandteil, aus dem sich die meisten Nierensteine zusammensetzen. Risikopatienten, die zum Beispiel aufgrund von Dehydrierung, Immobilität, Bluthochdruck oder Diabetes stärker Nierenstein gefährdet sind, sollten daher von einer regelmäßigen Einnahme hochdosierter Vitamin-C-Pillen besser absehen - zumal auch der angebliche Nutzen, dass Vitamin C gegen Erkältung, Krebs und Herz-Gefäß-Erkrankungen vorbeuge, bisher gar nicht belegt ist", betont Wesiack.

© Internisten-im-Netz

Impressum

Datenschutz

Bildquellen

Kontakt

Herausgeber

Berufsverband Deutscher Internisten e.V.