04.09.2013

Von Tiefkühlprodukten geht keine erhöhte Krebsgefahr aus

Warum Tiefkühlkost unbedenklich ist und wie Verbraucher beim Erhitzen der Produkte die Bildung von
krebserregendem Acrylamid vermeiden können, legt das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V dar.

Die Redaktion von www.internisten-im-netz.de  möchte richtig stellen, dass nicht der Verzehr von frittierten Tiefkühlprodukten, sondern von Frittiertem das Prostatakrebsrisiko möglicherweise erhöhen kann und hat die Pressemitteilung vom 2.9. entsprechend korrigiert (siehe www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_1470_auch-frittierte-tiefk-hlgerichte-scheinen-risiko-f-r-prostatakrebs-zu-erh-hen.html). Zudem hat das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. den BDI um die Veröffentlichung einer
Gegendarstellung gebeten, um Imageschaden von der Tiefkühl-Branche fernzuhalten und besorgte Verbraucher zu informieren. Die originale Pressemeldung des Deutschen Tiefkühlinstituts e.V sowie weitere Informationen rund ums Thema Tiefkühlkost finden Sie auf der Website www.tiefkuehlkost.de.

Nach Angaben des Deutschen Tiefkühlinstituts e.V ist Acrylamid eine Substanz, die sich in  kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Getreideprodukten bei stärkerem Erhitzen (Backen, Grillen, Frittieren etc.) bildet. Dabei ist die Menge des gebildeten Acrylamids abhängig von der Temperatur der Endzubereitung, Frittier- und Erhitzungszeit, dem Gehalt an der Aminosäure Asparagin und dem zu reduzierenden Zucker (beides natürliche Bestandteile von Kartoffeln).

In Tierversuchen hat Acrylamid sich als krebserregend herausgestellt. Dass es auch im menschlichen Körper durch die Nahrungsaufnahme krebserregend sein kann, ist bis heute noch nicht abschließend wissenschaftlich geklärt.

Vorbeugend arbeiten die Lebensmittelhersteller insgesamt und die TK-Branche in Deutschland seit langem intensiv daran, den Acrylamidgehalt in Produkten wie z.B. Pommes Frites weiter zu reduzieren:

Es werden Kartoffelsorten mit niedrigerem
Zuckergehalt verwendet.Die Kartoffeln werden grundsätzlich etwas dicker
geschnitten, da dickere Pommes aufgrund des Oberflächen-/Volumenverhältnisses
weniger Acrylamid enthalten.Die Kartoffeln werden blanchiert, der Gehalt an
Zucker somit reduziert.Die Verbraucher erhalten auf den Verpackungen
eindeutige Zubereitungsempfehlungen (bei höchstens 175 °C frittieren, Ziel ist
eine gelbgoldene Farbe).

Die Verbraucher können durch ihr Verhalten entscheidend dazu beitragen, Acrylamid zu vermeiden. Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V empfiehlt folgende Regeln beim Erhitzen zu beachten:

Temperatur von 175 °C nicht überschreiten. Zur
Temperaturkontrolle gibt es spezielle Fett-Thermometer aus dem Fachhandel.Sobald die Pommes eine goldbraune Farbe haben,
kann der Frittiervorgang beendet werden.In kleinen Portionen frittieren.Backofen-Pommes auf Backpapier legen und keine
Umluft nutzen.Backzeit nur so lang wie nötig und so kurz wie
möglich wählen.Last but not least: Eine ausgewogene Ernährung!

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut e.V., Carola Herckelrath, Tel.: +49 (0)30 280 93 62-12, Fax:
+49 (0)30 280 93 62-20, Mail: herckelrath@tiefkuehlkost.de