25.07.2007

Wahrnehmung von Gefahr durch Aids in Deutschland rückläufig

Das Bewusstsein der Deutschen für die Gefahren rund um die Immunschwäche Aids nimmt ab. Mit einem Benefizspiel will die Kampagne "Anpfiff gegen Aids" ein Aids-Hilfsprojekt in Südafrika unterstützen...

2006 stuften nur noch 26% der Bundesbürger die Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem HI-Virus verursacht wird, als eine der gefährlichsten Krankheiten ein. Immerhin 43% der 16- bis 20-Jährigen nahmen die Aids-Gefahr noch wahr. Dies ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, an der 3.601 Personen teilnahmen.

Nicht einmal die Hälfte der Befragten gab an, 2006 durch die Massenmedien mit dem Thema Aids in Berührung gekommen zu sein. Auch hier hatte 1993 ein Abwärtstrend eingesetzt, der seinen bisherigen Tiefststand im Jahr 2000 erreicht hatte. Damals hatten nur 36% der Befragten über die Massenmedien Informationen über HIV und Aids erhalten. Man hört und liest nicht nur selten etwas über Aids, man spricht auch nicht darüber: In Privatgesprächen wurde Aids im vergangenen Jahr nur bei 16% der Befragten erwähnt.

„Anpfiff gegen Aids" - die etwas andere Aufklärungskampagne

Die Initiative „Anpfiff gegen Aids" versucht daher die Emotionen, die der Breitensport Fußball hervorrufen kann, beim Kampf gegen AIDS einzusetzen. Die Kampagne will die herkömmlichen Informations-Schemata durchbrechen und HIV in einem Kontext präsentieren, der eine offene und angstfreie Auseinandersetzung mit dem Thema zulässt. So bietet „Anpfiff gegen AIDS" Aufklärung, Prävention und tatkräftige Hilfe.

Am Sonntag, den 29. Juli findet als Teil der Kampagne „Anpfiff gegen Aids" in Landshut von 10.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr im Hammerbachstadion in der Sandner Straße ein Benefiz-Fußballturnier der Traditionsmannschaften statt. Die Karten kosten 5,- Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Aus den Erlösen des Turniers wird das Aids-Hilfsprojekt HOPE in Südafrika unterstützt.

Zu den Spielern, die ihre Ballkünste als Zeichen im Kampf gegen AIDS einsetzen, gehören hochdekorierte „alte Hasen" des 1. FC Kaiserslautern, des SC Preußen 06 e. V. Münster, des Hamburger SV, des FC Bayern München und ein Landshuter Promi-Team. Dazu zählen „Fußballgott" Jürgen Kohler, der ehemalige Kaiserslautern-Torhüter Gerald Ehrmann, Pokalsieger Reinhard Stumpf, „das Tor des Jahres 1998" Olaf Marschall und Demir Hotic, der einen maßgeblichen Anteil am Gewinn des DFB-Pokals 1990 und der Deutschen Meisterschaft 1991 durch den 1. FC Kaiserslautern hatte.

Ein buntes Musikprogramm mit Les Babacools und Sorgente sorgt für Abwechslung zwischen den Spielen.

Das Aids-Hilfsprojekt HOPE setzt sich in Südafrika für medizinische Versorgung und Aufklärung im Kampf gegen Aids ein. Bitter nötig, denn von knapp 50 Millionen Südafrikanern sind etwa 5,4 Millionen mit HIV infiziert. In keinem Land der Welt sind mehr Menschen mit dem HI-Virus infiziert als in Südafrika.

Weltweit leben nach Angaben von UNAIDS insgesamt ca. 39,5 Millionen Menschen mit HIV/Aids, im Jahr 2006 gab es ca. 4,3 Millionen HIV-Neuinfektionen. 2,9 Millionen Betroffene starben im vergangenen Jahr an Aids. Ende 2006 lebten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Deutschland ca. 56.000 Menschen mit HIV/Aids, ca. 1.200 HIV-Patienten erkrankten an Aids. Die Zahl der HIV-Erstdiagnosen (Meldungen über bestätigt positive Antikörpertests) lag 2004 bei 2.200, 2005 bei 2.486 und im Jahr 2006 bei 2.611.

Weitere Informationen zu HIV und Aids finden Sie unter hiv-info.de

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