21.06.2016

Wandern - ein ideales, ganzheitliches Fitnessprogramm für Senioren

Wandern kann u.a. die Ausdauer und Trittsicherheit verbessern, das Risiko von Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall senken, sowie Stress und kleinere Depressionen lindern.

Wer im höheren Alter regelmäßig wandern geht, verbessert Kraft, Ausdauer und vor allem seine Trittsicherheit. Das kann vor Stürzen schützen. In den Beinen werden Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder stabilisiert sowie die gesamte Haltemuskulatur trainiert, Knie- und Hüftgelenke werden entlastet. Darauf weisen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Wanderverband (DWV) in ihrer neuen Broschüre „Wandern - Bewegung, die gut tut" hin. Die Broschüre ist Teil des BZgA-Programms „Älter werden in Balance", das sich an Menschen ab 65 Jahren richtet mit dem Ziel, Krankheiten und Einschränkungen vorzubeugen und Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Es bietet vielfältige Bewegungsangebote, Anleitungen zur Bewegungssteigerung im Alltag und andere praktische Tipps, um gerade ältere Menschen dazu zu motivieren, sich regelmäßig draußen zu bewegen.

„Aktivität und Bewegung sind entscheidende Faktoren für die Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe gerade älterer Menschen", erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Wandern ist die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität der Deutschen. „Gerade das Wandern hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen, wie mehrere Studien nachgewiesen haben. Dazu kommt, dass Wandern ohne aufwändige Ausrüstung für jeden fast überall möglich ist", erklärt DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks.

Die 24-seitige Broschüre behandelt im ersten Teil die Effekte des Wanderns für Körper, Geist und Seele. Hier wird zum Beispiel deutlich, dass Wandern das Risiko von Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Außerdem eignet sich kaum etwas so gut zum Auftanken und Abschalten wie das Wandern. Es hilft gegen Stress, indem es das Stresshormon Kortisol vermindert. Selbst bei leichten Depressionen kann die Bewegung an der frischen Luft Linderung verschaffen. Zudem trainiert es zahlreiche Muskelpartien, steigert die Durchblutung und erhöht die Sauerstoffaufnahme der Lungen. Kurzum: Wandern ist ein ideales ganzheitliches Fitnessprogramm.

Im zweiten Teil der Broschüre werden spezielle Angebote des Deutschen Wanderverbandes vorgestellt. Hier gibt es Informationen zum vom DWV gemeinsam mit der Fachhochschule Osnabrück entwickelten „Gesundheitswandern" ebenso wie zum Deutschen Wanderabzeichen und den Qualitätsinitiativen unter dem Namen „Wanderbares Deutschland".

Tipps für Wander-Einsteiger runden die Broschüre ab. Leserinnen und Leser erfahren unter anderem, wie ein Rucksack zweckmäßig gepackt wird und was dort hinein gehört. Ebenso erklärt der kleine Ratgeber Wissenswertes zum Zeckenschutz und wie sich Blasen vermeiden lassen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Wanderverband (DWV)