04.09.2008

Wasserpfeifen enthalten mehr Schadstoffe als Zigaretten

Immer mehr Jugendliche rauchen Wasserpfeife und schaden so ihrer Gesundheit mehr als mit Zigaretten...

Wasserpfeifen, so genannte Shishas, sind bei Jugendlichen immer beliebter. Nach einer Studie des Klinikums in Heidelberg hat bereits jeder 4.Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren schon einmal Wasserpfeife geraucht. Wissenschaftler hatten dafür 3.000 Schüler im Alter von 12 bis 15 Jahren befragt. Für Jugendliche sind die Shishas heute hipper als zu rauchen. Anders als bei Zigaretten greifen demnach Gymnasiasten genauso oft zur Wasserpfeife wie Hauptschüler.

Shisha-Rauchen birgt Medizinern zufolge jedoch das gleiche Sucht- und Erkrankungspotenzial wie Zigarettenrauchen. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung sind Shishas in einigen Bereichen sogar gesundheitsschädlicher als Zigaretten, da durch sie mehr Nikotin aufgenommen wird.Außerdem werden über den Rauch von Wasserpfeifen zum Teil größere Schadstoffmengen aufgenommen werden als über filterlose Zigaretten. So ist der Gehalt von Chrom, Kobalt, Blei und Nickel beim Rauchen von Shishas höher als bei der Zigarette, schreibt das Magazin «Stern» mit Verweis auf das Bundesinstitut. Derzeit müsse davon ausgegangen werden, dass 2 bis 3 Wasserpfeifen pro Tag etwa so gesundheitsschädlich wie täglich 20 bis 30 Zigaretten sind. Bei Schwangeren besteht zudem die Gefahr, dass ihr Kind ein niedrigeres Geburtsgewicht hat.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden dem aromatisierten Tabak von Shishas außerdem Zucker und Sirup beigemischt, was beim Verbrennen krebserzeugende und schleimhautreizende Stoffe freisetzt. Menschen, die Wasserpfeife rauchen, haben daher ein höheres Risiko für Herz- sowie Krebserkrankungen von Lunge, Lippe, Mundhöhle und Harnblase.