18.07.2010

Wechselduschen und Sport helfen gegen niedrigen Blutdruck

Regelmäßige körperliche Betätigung, vor allem Ausdauersportarten und Sportarten mit schnellen Aktionen, satbiliseiren den Kreislauf...

Menschen mit einem sehr niedrigen Blutdruck können ihren Kreislauf meist mit relativ einfachen Maßnahmen stabilisieren. So bringt zum Beispiel abwechselnd kaltes und warmes Duschen den Blutkreislauf in Schwung. Dabei sollte man das Duschen immer mit kaltem Wasser abschließen", empfiehlt Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK). „Regelmäßige körperliche Betätigung trägt ebenfalls dazu bei, die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu verbessern. Vorteilhaft sind neben Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren und Joggen auch Sportarten mit schnellen Aktionen wie Badminton oder Squash." Personen mit einem niedrigen Blutdruck sollten außerdem auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Salz- und Mineralienzufuhr achten. „Wichtig ist es auch, genügend zu trinken, am besten 2 bis 3 Liter am Tag. Gut geeignet sind natriumreiches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees sowie Säfte", rät Dr. Smetak. „Kaffee und schwarzer Tee wirken dagegen nur für kurze Zeit."

Ein niedriger Blutdruck ist zwar an sich nicht gefährlich, jedoch können Menschen mit einem schwachen Kreislauf leicht ohnmächtig werden, stürzen und sich dabei verletzen. „Typische Anzeichen eines niedrigen Blutdrucks, einer so genannten Hypotonie, sind Schwarzwerden vor dem Augen und Schwindel, vor allem bei schnellem Aufstehen sowie pulsierende Kopfschmerzen", erklärt Dr. Smetak. Als Gegenreaktion zum herabgesetzten Blutdruck kann es auch zu einer Erhöhung der Herzfrequenz kommen. In diesem Fall frieren oder schwitzen die Betroffenen. Weitere Symptome eines niedrigen Blutdrucks sind Antriebsarmut, Abgeschlagenheit, Ohrensausen, kalte Hände und Füße sowie Schlaflosigkeit.

Von einer Hypotonie spricht man, wenn der so genannte systolische Wert unter 100 liegt und der diastolische Wert geringer als 60 ist. „Der systolische Wert ist derjenige Druck, der entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Arterien pumpt, der diastolische Wert ist der Druck, der nach dem Erschlaffen des Herzens in den Arterien vorherrscht", erläutert Dr. Smetak. Besonders häufig kommt es bei Jugendlichen, insbesondere Mädchen sowie jungen, schlanken Frauen zu einer Hypotonie. Außerdem tritt ein niedriger Blutdruck nicht selten während der Schwangerschaft, bei Frauen mit Essstörungen sowie bei älteren dünnen Menschen auf.

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