28.01.2014

Wo es den Organspendeausweis gibt

Er ist klein und passt in jeden Geldbeutel, kann aber Leben retten. Wer noch keinen Organspendeausweis bekommen hat, kann ihn sich online, telefonisch oder per Post bestellen.

Viele gesetzlich Krankenversicherte haben seit Inkrafttreten der Organspendereform im November 2012 Post von ihrer Kasse zum Thema bekommen. In der Regel liegen dem Schreiben Spendeausweise bei. Wer ihn auf diesem Weg noch nicht bekommen hat, dem stehen auch andere Möglichkeiten offen, sich den Ausweis zuzulegen. Das berichtet Birgit Blome von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt.

Online ist er zum Beispiel über die Website der Stiftung oder die Seite fuers-leben.de erhältlich, die ebenfalls zur DSO gehört. Auch über die Website Organspende-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) können Interessierte ihn direkt ausdrucken. Dort ist er auch in verschiedenen Varianten per Post bestellbar. So gibt es ihn etwa als Plastikkarte im Scheckkartenformat, auch in türkischer oder englischer Sprache. Auch bei Krankenkassen, manchen Ärzten und Apotheken ist er erhältlich.

Darüber hinaus kann man ihn über das Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/90 40 400 anfordern (montags bis freitags 9.00 bis 18.00 Uhr). Auch beim Bundesgesundheitsministerium gibt es ihn.

Im Prinzip reicht aber auch ein Zettel im Geldbeutel. „Klar ist das besser als nichts", meint Blome. „Denn es geht darum, dass man eine Entscheidung getroffen hat." Sie rät allerdings, sich vorher mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich gut zu informieren. Auf dem offiziellen Ausweis sei es möglich, sich sehr differenziert zur Spende zu äußern.

Wer möchte, kann der Organ- und Gewebeentnahme grundsätzlich zustimmen oder auf dem Ausweis ganz ablehnen. Er kann aber zum Beispiel auch eintragen, welche einzelnen Organe oder Gewebe nach seinem Tod entnommen werden sollen und welche nicht. Alternativ lässt sich notieren, wer nach dem eigenen Ableben über die Organspende entscheiden soll. Sinnvoll ist es laut Blome in jedem Fall, mit den Angehörigen über die eigene Entscheidung zu sprechen, damit diese im Todesfall davon entlastet sind.

Quelle: dpa

 

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