Lungenkrebs

Geschwülste der Lunge sind in über 90% der Fälle bösartig. Sie können sich grundsätzlich in allen Lungenabschnitten entwickeln, am häufigsten trifft man sie jedoch im oberen Bereich der Lungenflügel an. Diese Region wird bei der Atmung stärker belüftet und kommt dadurch vermehrt mit schädigenden Substanzen in Kontakt.

Bei der Entstehung von Lungenkrebs können viele verschiedene Faktoren zusammen wirken. In erster Linie tragen schädigende Substanzen in der Atemluft dazu bei, dass sich die Schleimhautzellen der Bronchien nach und nach in Krebszellen umwandeln. Der bei weitem wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs ist das Rauchen. Aber auch Schadstoffe am Arbeitsplatz und in der Luft gelten als Risikofaktoren. Des weiteren spielen die Ernährung, Infektionen und Berufserkrankung und möglicherweise auch erbliche Vorbelastungen eine Rolle. Auch wenn für letzteres bislang keine eindeutigen Beweise existieren, so kann man doch eine familiäre Häufung von Lungenkrebs beobachten.

Lungenkrebs tritt überwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf. Das Erkrankungsrisiko nimmt mit dem Alter zu. Die meisten Lungenkrebskranken sind im Durchschnitt etwa 65 Jahre alt. Lungenkrebs gehört in Deutschland mit etwa 40.000 Todesfällen pro Jahr zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen und ist selten heilbar. Nur 13% der Patienten sind 5 Jahre nach einer Diagnose der Erkrankung noch am Leben. Lungenkrebs stellt damit bei Männern die häufigste, bei Frauen die 3.-häufigste Krebs bedingte Todesursache dar. Aufgrund der sich ändernden Rauchgewohnheiten nimmt die Zahl der Todesfälle bei Frauen derzeit weiter zu, während sie bei Männern seit Mitte der 80-er Jahre leicht zurückgeht.

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