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Venöse Thrombose

Vorsorge & Schutz


Bewegung ist bei einer Thrombose wichtig als VorsorgeIn einigen Situationen, z. B. bei Operationen, besteht grundsätzlich ein erhöhtes Thromboserisiko, so dass vorbeugende Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Dazu schätzt der Internist zunächst das individuelle Thromboserisiko des Patienten ab. Entsprechend der ermittelten Risikostufe bekommt der Patient dann bestimmte Vorsorgemaßnahmen verordnet. Dazu gehören das Tragen von Kompressionsstrümpfen, Krankengymnastik und Frühmobilisierung, oder aber eine medikamentöse Thromboseprophylaxe mit Heparin.

Wie können Sie selbst vorbeugen?

In gesunden Venen haben Thrombosen keine Chance. Leben Sie daher „venenbewusst"!

  • Regen Sie die Muskel-Venen-Pumpe an! Jede Form der Bewegung - ob Schwimmen, Wandern, Radfahren oder Tanzen - wirkt aktivierend. Dabei gilt grundsätzlich die Regel: Lieber Liegen und Laufen als Stehen und Sitzen!
  • Legen Sie öfter mal die Beine hoch. Das entlastet Ihre Venen und verbessert den Rückstrom des Blutes zum Herzen.
  • Trinken Sie ausreichend, mindestens 1,5-2 Liter am Tag, damit sich Ihr Blut nicht verdickt.
  • Stärken Sie Ihre Venen durch Kneippsche Wasseranwendungen.
  • Reine Wärmeanwendungen - wie Sauna, heiße Bäder und ausgedehnte Sonnenbäder - können Ihren Venen allerdings schaden - verzichten Sie daher lieber darauf, wenn sie bereits unter einer Venenschwäche leiden.
  • Rauchen und Übergewicht sind Risikofaktoren für eine Thrombose. Versuchen Sie beides in den Griff zu kriegen - nehmen Sie Ihre überflüssigen Pfunde ab und hören Sie unbedingt mit dem Rauchen auf.
  • Für Frauen mit bestehender Venenschwäche können Hormonpräparate zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren oder zur Verhütung („Anti-Baby-Pille") das Thromboserisiko erhöhen. Besprechen Sie dieses Thema daher am besten direkt mit Ihrem Frauenarzt.
  • Bei längeren Reisen im Bus, Auto oder Flugzeug sollten sie die Beine immer wieder bewusst bewegen (hier gibt es spezielle Übungen im Sitzen). Außerdem sollten Sie möglichst häufig Pausen machen, um sich die Beine zu vertreten, und/oder Kompressionsstrümpfe tragen.

Zur Vorbeugung von Thrombosen grundsätzlich geeignet ist Venengymnastik:

  • Marschieren: Sie marschieren, wobei Sie abwechselnd das linke und das rechte Bein stark anheben und die Fußmuskulatur so anspannen, dass Fuß und Schienbein eine Linie bilden. Beim Absetzen rollen Sie den Fuß von den Zehen bis zur Ferse ab.
  • Zehenspitzgang: Sie stehen mit geschlossenen Füßen und beginnen dann auf der Stelle zu treten, indem Sie abwechselnd den linken und den rechten Fuß auf die Zehenspitzen stellen. Wirksamer wird die Übung, wenn Sie sich - leicht nach vorne gebeugt - auf eine Stuhllehne stützen.
  • Kippen: Sie stehen mit leicht gebeugten Knien auf dem Boden und verlagern Ihr Gewicht abwechselnd auf Fersen und Zehenspitzen.
  • Abrollen: Sie gehen langsam auf und ab, indem Sie Fuß für Fuß von der Ferse bis zu den Zehen abrollen. Dabei konzentrieren Sie sich auf die Muskeltätigkeit in den Füßen und im Unterschenkel.
  • Sitzgang bzw. Zehen-Fersen-Wippen: Sie sitzen auf einem Stuhl, Ihr Rücken ist gerade. Gehen Sie mit dem rechten Fuß zuerst auf die äußerste Zehenspitze, dann auf die Ferse. Steigern Sie das Tempo und machen Sie dasselbe mit dem linken Fuß. Fortgeschrittene machen diese Übung mit beiden Füßen gleichzeitig.

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