28.08.2011
Ärzte raten zum Mückenschutz bei Reisen nach Südost-Europa
U.a. in Griechenland sind Fälle von Malaria und West-Nil-Fieber gemeldet worden. Deshalb raten Ärzte des BDI sich in den betreffenden Urlaubsregionen vor Mückenstichen zu schützen.
Nachdem in Griechenland mehrere Menschen an West-Nil-Fieber erkrankt sind und jetzt auch Malariaerkrankungen gemeldet wurden, empfehlen Reisemediziner Urlaubern, sich vor den Stichen der Überträgermücken zu schützen. Wie das Gesundheitsministerium in Griechenland mitteilte, sind auf dem südlichen Peleponnes sechs Menschen mit Malaria infiziert worden, darunter auch ein Kind. Seit Beginn des Jahres hat es in Griechenland auch mehrere hundert Fälle von West-Nil-Fieber, einer aus den Tropen bekannten Virusinfektion, gegeben. Nach Angaben der Behörden sind zwei Menschen bisher gestorben. Auch aus Rumänien, Albanien und Russland wurden Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet.
„Bei den Malaria-Erkrankungen handelt es sich um die Malaria tertiana, das so genannte Dreitagefieber. Im Gegensatz zur Malaria tropica, verläuft die Tertiana meist nicht lebensbedrohlich. Vom Mückenstich bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen mindestens 12 Tage (Inkubationszeit), gelegentlich sogar Monate. Die Erkrankung ist durch Fieberschübe charakterisiert, die typischerweise in einem 48 Stunden-Rhythmus auftreten, das heißt am ersten und dritten Tag und so weiter – daher auch der Name. Beim West-Nil-Fieber ist die Inkubationszeit in der Regel etwas kürzer. Vor allem bei Menschen ab 50 kann die Krankheit schwer verlaufen und zu einer Hirnentzündung führen. Da es keine Therapie gegen diese Virusinfektion gibt, ist ein guter Mückenschutz die beste Vorbeugung“, rät Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
„ Helle, möglichst Haut-bedeckende Kleidung ist sicher sinnvoll. Die Mücken, die diese Krankheiten übertragen, sind meistens nachts und in der Dämmerung aktiv. Daher ist die Anwendung von moskitoabweisenden Mitteln – den so genannten Repellentien – auf unbedeckten Hautstellen vor allem während dieser Zeit wichtig. Zudem sollte man in mückensicheren Räumen oder gegebenenfalls unter einem Moskitonetz schlafen.“ empfiehlt Löscher, der auch Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) ist.
