25.06.2007

Anti-Drogen-Tag: Schon kleine Mengen Ecstasy verschlechtern Gedächtnis

Ecstasy schädigt bereits in geringen Mengen das Erinnerungsvermögen. Niederländische Forscher fanden heraus, dass Konsumenten sich eine Wortreihe viel schlechter merken konnten als Personen, die kein Ecstasy genommen hatten...

Bereits niedrige Dosen des Aufputschmittels Ecstasy verschlechtern das verbale Erinnerungsvermögen. Wissenschaftler der Universität Amsterdam erstellten eine Studie mit 188 Freiwilligen, die bisher kein Ecstasy genommen hatten, aber angaben, es in nächster Zeit möglicherweise ausprobieren zu wollen. Das Durchschnittsalter der Testpersonen lag bei 22 Jahren. Innerhalb von 3 Jahren nach der ersten Befragung begannen 58 Personen, die Droge zu nehmen. Ihre Gedächtnisleistung wurde mit 60 anderen Teilnehmern verglichen, die kein Ecstasy konsumiert hatten. Alle Versuchsteilnehmer wurden zu Beginn und am Ende der Untersuchung verschiedenen Tests zur Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit von Wörtern und Bildern unterzogen. Das verbale Gedächtnis wurde mit einer Reihe aus 15 Wörtern überprüft, welche die Testpersonen sofort und 20 Minuten später wiederholen mussten.

Zu Beginn der Studie gab es zwischen den beiden Versuchsgruppen keine Unterschiede, doch am Ende des Untersuchungszeitraums zeigten die Personen, die gelegentlich Ecstasy genommen hatten, beim verbalen Erinnerungstest deutlich schlechtere Resultate. Bei den anderen Tests mit Bildern war keine Auffälligkeit festzustellen.

Die Erkenntnis, dass Ecstasy speziell das verbale Gedächtnis beeinträchtigt, legt die Vermutung nahe, dass die Droge nur in bestimmten Regionen des Gehirns wirkt. Man weiß, dass Ecstasy einen Mangel an Serotonin hervorruft - einem Botenstoff, der essenziell für das Lernen und die Gedächtnisfunktion ist.

In weiteren Untersuchungen sollen die Langzeitschäden durch Ecstasy erforscht werden.

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