21.04.2013

Dauerhafte, schwere Schlafstörungen erhöhen die Gefahr einer Herzinsuffizienz

Ständige Ein- und Durchschlafprobleme über Jahre hinweg können die Gefahr erhöhen, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln. Davor warnen die Kardiologen vom BNK.

Wer ständig schlecht schläft, hat ein erhöhtes Risiko, an Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu erkranken. Darauf machen Experten des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) in München aufmerksam unter Berufung auf die Ergebnisse einer norwegischen Studie mit über 54.000 Teilnehmern (abgekürzt: HUNT, einer der größten Beobachtungsstudien der Welt). „Studienteilnehmer, die jede Nacht Ein- und Durchschlafprobleme hatten und mindestens einmal pro Woche berichteten, dass ihr Nachtschlaf nicht erholsam gewesen sei, entwickelten nach einer Beobachtungszeit von elf Jahren drei bis viermal häufiger eine Herzschwäche", erläutert Dr. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. Dieser Zusammenhang bleib auch nach Berücksichtigung anderer, bekannter  Risikofaktoren - wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen oder Alkoholkonsum  - bestehen. Eine mögliche Erklärung ist, dass Schlafstörungen über eine Aktivierung des Sympathikus zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen führen, welche die Herzfunktion (insbesondere die Pumpleistung des Herzens) beeinträchtigen. 

Tipps für einen besseren Schlaf

„Um die Schlafqualität zu verbessern, sind insbesondere Sport und regelmäßige Bewegung empfehlenswert und besonders wirksam, wie die National Sleep Foundation in einer aktuellen Veröffentlichung betont. Daneben ist eine  verbesserte Schlafhygiene ratsam - zu der unter anderem die Einhaltung regelmäßiger Schlafenszeiten und die konsequente Beseitigung störender Faktoren aus der Schlafumgebung gehören", empfiehlt Smetak. Macht sich trotz solcher Maßnahmen eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bemerkbar, kann das auf eine behandlungsdürftige Schlafstörung - die sog. Schlafapnoe - hinweisen, die mit starkem Schnarchen und phasenweisen  Atemstillständen einhergeht und in einem Schlaflabor abgeklärt werden sollte.

Quelle: äin-red

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