08.07.2020

Ein Viertel gibt an, die Corona-Warn-App zu nutzen

Vor allem Jüngere wollen sich mit Hilfe der Corona-Tracing-App warnen lassen, wenn es in ihrem Umkreis zu einer Infektion mit SARS-CoV-2-Viren kommen sollte. Das ergab eine Umfrage des „BfR-Corona-Monitor“.

Foto: Robert Koch-Institut

Eine Woche nach dem Start der Corona-Warn-App wurde sie bereits millionenfach heruntergeladen. 28 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland geben an, die App schon zu verwenden. Dies zeigen die Umfrageergebnisse des aktuellen „BfR-Corona-Monitors“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Dabei nutzen anscheinend Jüngere die App eher als Ältere. „40 Prozent der unter 40-jährigen sagen, dass sie die App zu Hilfe nehmen“, berichtet BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei den stärker gefährdeten Personen ab 60 Jahren sind es dagegen mit 19 Prozent deutlich weniger.“

Auch die Nutzung von Medien als Informationsquelle zu SARS-CoV-2-Viren bzw. Covid-19 unterscheidet sich zwischen den Altersgruppen. Während soziale Medien für Personen ab 60 Jahren fast keine Rolle spielen, geben etwa die Hälfte der unter 40-jährigen an, sich mit ihrer Hilfe zu informieren. Über alle Altersgruppen hinweg liegt dieser Anteil bei rund einem Viertel.

An manche Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie hat sich die Bevölkerung anscheinend gewöhnt. So akzeptieren mehr Menschen seit der letzten Erhebung die (mittlerweile gelockerten) Kontaktbeschränkungen. Während seit Mai jeweils rund 70 Prozent der Befragten die Kontaktbeschränkungen als angemessen einstuften, steigt dieser Anteil in der aktuellen Befragung auf 79 Prozent. Die Pflicht zum Tragen von Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln wird sogar von 88 Prozent der Befragten akzeptiert.

Die Infektionsfälle bei Beschäftigten von fleischverarbeitenden Betrieben erhöht anscheinend nicht die Befürchtung, sich über Lebensmittel anzustecken. So wurden Lebensmittel noch vor zwei Wochen von 13 Prozent der Befragten als wahrscheinlicher Übertragungsweg des SARS-CoV-2-Virus angesehen - diese Woche sank dieser Wert auf acht Prozent. Diese Haltung deckt sich mit der Einschätzung des BfR, wonach eine Infektion über Lebensmittel unwahrscheinlich ist.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

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