05.07.2009

Elektrolytlösung gleicht Mineralstoffverlust bei Reisedurchfall aus

Besonders in südlichen Urlaubsländern treten bei vielen Reisenden Magen-Darm-Beschwerden mit Duchfällen auf...

Bei Reisen in einige beliebte Urlaubsländer können fremdartige Speisen, Klimawechsel und andersartige Bakterien im Wasser und in Nahrungsmitteln sowie niedrigere Hygienestandards den Körper strapazieren. „Insbesondere bei Reisen in südliche Länder oder in Fernreisezielen treten deshalb bei Urlaubern oftmals Magen-Darm-Infektionen auf. Besonders häufig kommt es dabei zu Durchfällen, begleitet von Übelkeit, Blähungen, Bauchschmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Bei Durchfällen ist es essentiell, auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit und Mineralstoffen zu achten", rät Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Am besten geeignet sind in Apotheken erhältliche spezielle Elektrolytpulver, die mit einwandfreiem Wasser zum Beispiel aus originalverpackten Wasserflaschen angerührt werden sollten. „Ist ein solches Pulver nicht verfügbar, kann ein ‚Durchfallgetränk' notfalls auch selbst zubereitet werden. Dazu werden 1 Teelöffel Kochsalz, 10 Teelöffel Zucker und 1 Glas Orangensaft aus einer Originalpackung mit 1 Liter aus kochendem Wasser zubereiteten schwarzen Tee vermengt", empfiehlt Prof. Löscher, der die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin an der Universitätsklinik München leitet. „Warnsignale sind blutige Durchfälle, hohes oder anhaltendes Fieber sowie wesentliche Kreislaufbeschwerden. Dann sollte man vor Ort möglichst rasch einen Arzt aufsuchen. Dies ist auch ratsam wenn der Durchfall mehrere Tage anhält. "

Durch das Einhalten einiger Hygieneregeln kann die Gefahr eines Magen-Darm-Infektes verringert werden. „So sollte man in südeuropäischen und tropischen Ländern niemals Leitungswasser trinken, sondern beispielsweise auch zum Zähneputzen nur abgekochtes Wasser oder Wasser aus originalverpackten Flaschen verwenden. Milchprodukte sollten nur in pasteurisierter, also ultrahocherhitzter Form konsumiert werden", rät der BDI-Experte. „Rohes Fleisch wie zum Beispiel Tartar, roher Fisch oder Meeresfrüchte, wie Austern sowie fettige Speisen wie Eier-Sandwiches und majonäsehaltige Salate sollten in heißen Ländern in jedem Fall gemieden werden. Schinken und Wurst, rohes Gemüse und Salate sowie ungeschältes Obst stellen in Fernreisezielen ein Risiko dar. Vorsicht geboten ist generell bei Geflügel, Fisch sowie bei Tiefkühlkost, da die Kühlkette unterbrochen worden sein könnte."

 


 

 

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