13.01.2008
Erektionsstörungen können Vorboten einer chronischen Ekrankung sein
Erektionsprobleme können auf eine ernste Erkrankung hindeuten. Ein Online-Test sagt Ihnen, ob eine Störung vorliegt...
Erektionsstörungen über einen längeren Zeitraum - medizinisch auch erektile Dysfunktion genannt - können erste Anzeichen für Herz-/Kreislauf- Erkrankungen oder Diabetes sein. „Männer sollten diese Beschwerden Ernst nehmen und die Ursachen von einem Arzt untersuchen lassen", rät der Androloge Prof. Frank-Michal Köhn aus München.
Von erektiler Dysfunktion in medizinischem Sinne spricht man, wenn mindestens 6 Monate lang bei weniger als 70% der Versuche keine ausreichende Erektion des Penis erreicht oder lange genug aufrecht erhalten werden kann, obwohl die sexuelle Lust noch vorhanden ist. Erektionsstörungen haben neben psychischen oft körperliche Ursachen. Dazu zählen in erster Linie Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck und Arteriosklerose, sowie die dabei zur Behandlung eingesetzten Medikamente. „Durchblutungsstörungen betreffen fast immer auch den Penis", sagt Prof. Köhn. Erektionsstörungen könnten somit noch vor dem Auftreten von Herzproblemen auf eine Verengung der Herzkranzgefäße hindeuten. Aber auch Diabetes, Nierenschwäche oder Hormonstörungen können zu Potenzproblemen führen. Zu hohe Zuckerspiegel im Blut schädigen beispielsweise die Blutgefäße. Bei 12% der männlichen Diabetiker ist eine erektile Dysfunktion das erste Krankheitssymptom. Außerdem haben Diabetiker ein 3-mal so hohes Risiko, Erektionsstörungen zu entwickeln, wie Nicht-Diabetiker.
Betroffene Männer sollten sich also nicht scheuen, mit ihrem Problem zum Arzt zu gehen. Dieser kann dann in eingehenden Untersuchungen dem eigentlichen Grund für die Erektionsschwäche auf den Grund gehen. „Wird die zugrunde liegende Erkrankung erkannt und behandelt, kann sich das auf die dadurch Erektionsstörungen positiv auswirken ", so der Sexualmediziner. Auch mit einer gesünderen Lebensweise könne oft eine spürbare Verbesserung erzielt werden. „Vor allem übergewichtige Männer können mit einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung etwas für ihre Manneskraft tun, denn Übergewicht begünstigt Bluthochdruck und Diabetes und damit auch eine erektile Dysfunktion", betont Köhn. Auch Raucher können ihre Erektionsfähigkeit fördern, wenn sie auf das Nikotin verzichten.
„Unabhängig von der Untersuchung körperlicher Ursachen sollten die Patienten aber immer auch eine sexualmedizinische Beratung in Anspruch nehmen", empfiehlt Prof. Köhn. Damit könne der Arzt die Bedeutung der Beschwerden und die Erfolgsaussichten einer Behandlung besser abschätzen. Am sinnvollsten sei eine Beratung zusammen mit der Partnerin, denn auch Beziehungsprobleme, Versagensängste oder Stress im Beruf lassen häufig die Lust am Sex versiegen.
Wenn Sie wissen möchten, ob Sie möglicherweise unter Erektionsstörungen leiden - hier geht`s zum Online-Test.
