19.01.2009
Erster Grippe-Todesfall des Winters
In Ulm verstarb eine infizierte Klinik-Patienten. Nach Norddeutschland hat die Influenza nun auch Bayern erreicht...
Die Gesellschaft der Lungenfachärzte hat den bundesweit ersten Grippe-Todesfall dieses Winters in Baden-Württemberg registriert. Im Universitätsklinikum Ulm ist eine 46-jährige Patientin an der Virusgrippe gestorben, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie in Frankfurt. Die Frau habe nach Klinikangaben noch eine 2. Krankheit gehabt, die nicht näher benannt worden sei.
Für Patienten mit einer chronischen Erkrankung und auch für ältere Menschen ist die Influenza besonders gefährlich, weil bei ihnen das Immunsystem geschwächt ist. In diesen beiden Gruppen treten nach Angaben der Fachärzte die meisten Grippe-Todesfälle auf. Auch das Robert Koch-Institut empfiehlt eine Grippeschutzimpfung, vor allem für ältere und geschwächte Menschen.
Grippe-Welle erreicht Bayern
Die Grippewelle hat nach Behörden-Erkenntnissen inzwischen auch Bayern erreicht. Die Lage ist demnach aber noch nicht besorgniserregend. Von Mitte vorletzter bis Mitte letzter Woche seien bayerischen Gesundheitsämtern 88 Fälle der Influenza-Grippe gemeldet worden, berichtete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). „Derzeit haben wir eine leicht erhöhte Aktivität, aber noch keinen starken Anstieg", sagte eine Behördensprecherin. Bei allen Patienten sei der Influenza Subtyp H3 diagnostiziert. Eine rechtzeitige Grippe-Impfung schütze vor diesem Virus und sei auch jetzt noch sinnvoll.
