01.10.2008

Fettgewebe fördert Rheuma

Botenstoffe des Fettgewebes steuern Entzündungen und gefährden so die Gelenke...

 Bild: Fehlstellung der Gelenke bei
rheumatoider Arthritis (Dr. Edmund
Edelmann, Bad Aibling).Fettgewebe um die Gelenke kann die Entstehung und den Verlauf rheumatischer Erkrankungen begünstigen. Denn Fettzellen setzen Botenstoffe frei, so genannte Adipozytokine. Diese steuern entzündliche rheumatische Vorgänge und treiben den für Rheuma typischen Abbau der Gelenke voran. Das gilt für dicke und dünne Menschen gleichermaßen. Die Adipozytokine gelten deshalb als die treibenden Faktoren bei der rheumatoiden Arthritis und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen.

Erst seit einigen Jahren wissen Forscher, dass Fettgewebe nicht nur als Energiespeicher dient. Stattdessen ist es aktiv an der Steuerung verschiedenster Stoffwechselvorgänge beteiligt. Zu den am häufigsten vorkommenden Zellen im Fettgewebe gehören die Adipozyten. Sie bilden eine Vielzahl von biologisch aktiven Stoffen, wie zum Beispiel die Hormone Adiponektin, Resistin, Leptin und Visfatin.