18.03.2015

Genetische Marker für Psoriasis-Arthritis gefunden

Forscher aus Manchester haben Genvarianten identifiziert, die das Risiko für die Entwicklung einer Psoriasis-Arthritis (PsA) erhöhen, nicht aber das einer Schuppenflechte (Psoriasis).

Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Form der Arthritis, die Schmerzen sowie eine Steifheit der Gelenke und Sehnen verursacht und zu bleibenden Gelenkschädigungen führen kann. Fast alle betroffenen Patienten leiden auch unter einer entzündlichen Erkrankung der Haut namens Schuppenflechte oder Psoriasis, die sich nach außen hin im Wesentlichen durch stark schuppende,  bis zu handtellergroße Hautstellen (häufig an den Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut) zeigt. Meistens (bei drei Viertel der Patienten) reagiert als erstes die Haut. Insgesamt  entwickelt nur ein Drittel der Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) später auch eine Psoriasis-Arthritis (PsA). 

Ob und in welchem Ausmaß die Krankheit Psoriasis zur PsA fortschreitet und welche Therapiemaßnahmen dagegen am besten greifen, ließ sich bisher nur schlecht vorhersagen. Jetzt haben Forscher aus Manchester bestimmte genetische Varianten identifiziert, die das Risiko für die Entwicklung einer PsA erhöhen, nicht aber das einer Psoriasis (siehe Nature Communications, Online-Veröffentlichung am 5.2.2015). Dies könnte es künftig erleichtern, Patienten mit Schuppenflechte zu erkennen, die besonders gefährdet sind, zusätzlich an PsA zu erkranken.

Die vorgefundenen genetischen Unterschiede weisen darauf hin, dass sich beide Krankheiten - Psoriasis und PsA - grundlegend voneinander unterscheiden. Bei der Entwicklung von PsA scheinen bestimmte Immunzellen (CD8+) das Fortschreiten der Schuppenflechte zur PsA zu veranlassen und somit eine Schlüsselrolle zu spielen. Das verantwortliche Gen dafür liegt auf Chromosom Nr. 5. Träger von risikobelasteten Genvarianten  sollten künftig schneller erkannt und durch die Entwicklung zielgerichteter Medikamente besser behandelt werden können, hoffen die Forscher.