05.01.2009

Grippe-Fälle nehmen vor allem im Norden zu

Ansteigende Zahlen könnten auf eine entstehende Grippe-Welle hindeuten...

 Bild: Grippe-Viren unter dem
Elektronenmikroskop. Immer mehr Deutsche werden derzeit von Grippe-Viren heimgesucht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin gibt es bundesweit deutlich mehr Fälle von Erkältungskrankheiten als noch vor einem Jahr um diese Zeit. «Wir sprechen zwar noch nicht von einer Grippewelle, doch Erkältungen und die Influenza sind in Deutschland angekommen», sagt Sprecher Günther Dettweiler. Derzeit seien Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen besonders betroffen, in Berlin und Brandenburg gebe es nur einen leichten Anstieg der Erkrankungen.

Die echte Virusgrippe ist im Unterschied zur Erkältung eine sehr schwere Erkrankung. Sie verursacht schlagartig hohes Fieber und Gelenkschmerzen. Hinzu kommt häufig ein trockener Husten. Die Grippe kann abhängig vom Immunsystem einige Wochen dauern. Vom Arzt verordnete Medikamente wirken nur, wenn sie sehr rasch gegeben werden. Dettweiler empfiehlt strikte Bettruhe: "Es ist besser zu Hause zu bleiben, als sich zur Arbeit zu schleppen und dort die Kollegen anzustecken."

Rund 85% aller Grippe-Erkrankungen gehen dem Institut zufolge derzeit auf den Virusstamm A/H3 zurück, der schon in den Vorjahren Grippe verursacht hat. Gegen diesen Stamm schützt die Grippeschutz-Impfung gut. "Es ergibt durchaus noch Sinn, sich gegen Grippe impfen zu lassen", empfiehlt der Sprecher. Es dauere 14 Tage, bis sich der Schutz aufgebaut hat. Eine Prognose für den Verlauf der Grippe-Saison kann laut Institut nicht abgegeben werden. "Die Infektketten könnten zum Beispiel wegen der Ferien jetzt auch unterbrochen sein", so Dettweiler.