20.12.2015

Grippe-Impfung kann ernste Komplikationen bei chronisch Kranken verhindern

Um Lungenentzündungen, die tödlich verlaufen können, nach einer Infektion mit Grippeviren zu verhindern, sollten chronisch Kranke sich gegen Grippe impfen lassen.

Bei Personen mit bestimmten Grundleiden und älteren Menschen kommt es bei einer Influenza-Infektion häufiger zu Komplikationen wie bakteriellen Lungenentzündungen, die tödlich enden können. „Daher sollten sich Menschen über 60 Jahre sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane, inklusive Asthma und COPD, chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, multipler Sklerose sowie angeborenen oder erworbener Immundefekten jedes Jahr impfen lassen", rät Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Je mehr Kontakt eine Person mit anderen Menschen hat, desto wirksamer ist eine Impfung dieser Person bei der Eindämmung einer Grippe-Welle. „So ist auch die Impfung von gesunden Menschen, die beruflich Umgang mit vielen Menschen haben, wie etwa Kunden oder Arbeitskollegen, ein wichtiger Beitrag zum Schutz von gefährdeten Personen. Allerdings lässt sich nach wie vor weniger als ein Viertel der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen einer Umfrage zufolge gegen Grippe impfen. „Für Mitarbeiter in Krankenhäusern, Altenheimen oder Arztpraxen besteht nicht nur ein erhöhtes Risiko, selbst an der Virusgrippe zu erkranken, sondern auch Patienten dieser Einrichtungen durch eine Ansteckung zu gefährden. Für eine wirksame Verringerung der Influenzaausbreitung und damit auch der Anzahl von Infektionen bei älteren und chronisch kranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem müssen mindestens 50% der Beschäftigten geimpft sein, am besten jedoch möglichst alle", empfiehlt Prof. Löscher.