19.10.2008
Grippe-Impfung kann vor Herzinfarkt schützen
Eine Infektion mit Grippe-Viren ist eine Gefahr für Herz und Kreislauf - Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folge sein...
Eine Infektion mit Grippe-Viren erhöht die Gefahr von Herzproblemen und kann sogar zu einem Herzinfarkt führen. Mit einer Impfung gegen Grippe lässt sich das Infarktrisiko dagegen mit geringem Aufwand senken. Sie schützt Herz und Kreislauf vor den Folgen einer Ansteckung mit Influenza-Viren, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) mit.
Wahrend einer Grippewelle steigt die Zahl der Herztoten für gewöhnlich stark an. „Eine Studie aus Russland hat kürzlich ergeben, dass während einer Grippe-Epidemie 30% mehr tödliche Herzinfarkte auftraten als sonst und hat damit frühere Untersuchungen zum Infarktrisiko durch Grippe bestätigt", sagt Prof. Wolfram Delius vom BDI. Weshalb eine Grippe-Impfung die Gefahr eines Herzinfarktes senkt und andere Herz-Kreislauferkrankungen günstig beeinflusst, ist noch unklar. Möglicherweise können durch Grippe-Viren ausgelöste Entzündungsprozesse im Körper arteriosklerotische Ablagerungen - so genannte Plaques - in den Herzkranzgefäßen destabilisieren und ein Blutgefäß plötzlich verschließen.
„Durch die Impfung lässt sich die Häufigkeit von Krankenhausbehandlungen und Todesfällen aufgrund von Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenentzündung verringern", so Prof. Delius. Gefährdet sind insbesondere ältere Menschen und Patienten, die an chronischen Krankheiten wie Herzschwäche, Diabetes oder chronisch obstruktiver Bronchitis leiden. Für über 60-Jährige und chronisch Kranke wird eine Grippe-Impfung deshalb auch von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) empfohlen. Die günstigste Zeit für die Impfung sind die Monate Oktober und November.
