14.01.2009

Grippewelle schwappt nach Norddeutschland

Experten rufen zur Impfung gegen die Influenza-Viren auf...

Der Norden ist vergrippt: Die jährliche Influenza-Welle hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Hamburg und Schleswig-Holstein erreicht. „Dort ist die Influenza-Aktivität stark erhöht", sagte ein RKI-Sprecher in Berlin. Das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt rief vor allem ältere Menschen und Leute mit viel Publikumsverkehr zur Grippe-Impfung auf. Seit Beginn des Jahres sei das tückische Influenza-Virus in der Hansestadt mindestens 7-nmal gemeldet worden - und dabei würden nicht alle Fälle bekannt.

In Schleswig-Holstein sind seit Anfang Oktober 2008 insgesamt 15 Influenza-Fälle nachgewiesen worden. Die Erkrankung ist damit in diesem Winter etwa 2 Wochen früher und etwas häufiger aufgetreten als gewöhnlich. Auch in Hamburg hat es erste Influenza-Nachweise bereits im Dezember gegeben. Von einer Influenza-Welle wollte das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - anders als das Robert Koch-Institut - aber noch nicht sprechen. Den Höchststand der Erkrankungen erwarten die Mediziner in 2 bis 4 Wochen.

Impfung schützt auch vor neuem Erreger-Typ

Das Influenza-Virus ist hoch ansteckend und verbreitet sich rasend schnell. Bereits beim Sprechen, Hände geben oder Niesen werden die Erreger über feinste Tröpfchen übertragen und können die Abwehrkraft mindern. Bei einer Influenza stellen sich schon innerhalb weniger Stunden die Symptome ein: Hohes Fieber, Schüttelfrost und Entzündungen der Atemwege, starker Husten sowie Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen. Im Vergleich zu einer Erkältung beginnt die gefürchtete Virus-Grippe schlagartig.

Wie schwer die diesjährige Grippe-Saison wird, können die Experten des RKI nicht vorhersagen. Allerdings sei in dieser Saison die neue Variante des Influenza-Virus „H3N2" vorherrschend, sagte der Sprecher. H3N2 habe in der Vergangenheit häufig schwerere Grippe-Wellen mit verursacht. Die Erregervariante ist im aktuellen Impfstoff enthalten. Es dauert allerdings etwa 10 bis 14 Tage, bis sich der Impfschutz entwickelt.

Weitere Informationen zum Thema Grippe gibt es auch unter www.grippe-info.de.