01.11.2011
Motto der Herzwochen: Herz unter Druck
Bis zu 35 Millionen Menschen in Deutschland haben einen zu hohen Blutdruck. Deshalb läuft vom 1.-30. November eine bundesweite Aufklärungskampagne zum Thema Bluthochdruck.
Bluthochdruck ist der bedeutendste Risikofaktor für Hirn-, Herz- und Gefäßerkrankungen. In Deutschland haben schätzungsweise zwischen 18 und 35 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck, was nicht nur Menschen im mittleren oder höheren Alter betreffen kann, sondern auch Jüngere. „Leider kennen immer noch Millionen von Männern und Frauen ihren Blutdruck überhaupt nicht, weil sie ihn nicht messen lassen. Diese Menschen laufen Gefahr, schleichend ihre Gefäße und Organe schwer zu schädigen", warnt der Präsident der Deutschen Herzstiftung, Prof. Thomas Meinertz aus Hamburg. Deshalb will die Deutsche Herzstiftung eine bundesweite Info- und Aufklärungskampagne zum Thema Bluthochdruck starten - die so genannten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November, deren Motto „Herz unter Druck" lautet. Ärzte und Kliniken, sowie Gesundheitseinrichtungen sind dazu aufgerufen, sich mit Veranstaltungen und Vorträgen zu beteiligen, wobei Präventionsthemen im Vordergrund stehen werden. Wo welche Veranstaltungen auf dem Programm stehen, lässt sich - geordnet nach Postleitzahlen - im Internet auf Seite www.herzstiftung.de/termineplz.php nachschauen.
Ziel der bundesweiten Herzwochen ist es vor allem, die breite Öffentlichkeit von der Wichtigkeit der Blutdruckmessung zu überzeugen. „Jeder über 35 sollte seinen Blutdruck kennen und ihn regelmäßig kontrollieren", heißt es in einer Mitteilung der Stiftung. „Die Herzstiftung appelliert an alle Menschen, regelmäßig ihren Blutdruck beim Arzt messen zu lassen. Bluthochdruck-Patienten sollten ihre Situation ernst nehmen, das heißt, ihren Lebensstil ändern und ihre Medikamente konsequent einnehmen", rät Meinertz. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, frühzeitig - das heißt bereits beim Kinderarzt, später dann beim Hausarzt - regelmäßige Blutdruckmessungen bei jeder Routine-Untersuchung vorzunehmen. Wenn die Blutdruckwerte zu hoch sind, sollte eine konsequente Behandlung erfolgen.
Insgesamt rechnet die Herzstiftung während des Novembers 2011 in ganz Deutschland mit über 1000 Veranstaltungen wie Vorträgen, Seminaren, Telefonaktionen und Gesundheitstagen. Unabhängige Experten werden über aktuelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Bluthochdruck informieren. Außerdem sollen Messaktionen in Kooperation mit Krankenkassen, Kliniken oder Apotheken angeboten werden. Inhaltlich will die Kampagne insbesondere die folgenden zehn Punkte abdecken:
Messung des Bluthochdrucks (durch Arzt, Apotheker, Selbstmessung, Langzeitmessung)Ursachen (Einfluss von Vererbung, Alter, Lebensstil)Gesundheitliche Auswirkungen: Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen, ErblindungTherapie (bei leichtem, mittlerem und schwerem Bluthochdruck)Einflüsse des Lebensstils (hinsichtlich Gewicht, Bewegung, Ernährung, Salz) auf die BehandlungBlutdrucksenkung durch körperliche Aktivität Medikamente und NebenwirkungenVermeidung von Blutdruckkrisen durch Ein- und Ausschleichen der Blutdruckmedikamente zu Beginn/am Ende einer TherapieRisiken einer Impotenz durch BluthochdruckStress und StressbewältigungQuelle: Deutsche Herzstiftung
