29.04.2009
Schweinegrippe: WHO ruft zweithöchste Pandemie-Warnstufe aus
In Mexiko ist inzwischen der Entstehungsort der Epidemie entdeckt worden: Erster Patient war ein 5-jähriger Junge...
Die Welt steht unmittelbar vor einer Grippe- Pandemie. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hob die Pandemie- Alarmphase wegen der rasanten Ausbreitung der Schweinegrippe am späten Mittwochabend auf die zweithöchste Stufe 5 an. Phase 5 bedeutet, dass das neue Grippevirus in mindestens 2 Ländern einer Region von Mensch zu Mensch übertragen wird. Dies ist der WHO zufolge ein deutlicher Hinweis, dass eine Pandemie droht und die Zeit für Gegenmaßnahmen knapp wird. Das Europäische Seuchenkontrollzentrum (ECDC) in Stockholm nannte die Erhöhung der Alarmstufe eine angemessene Antwort auf die Entwicklung der Lage. Grund seien die anhaltenden Übertragungen des Virus von Mensch zu Mensch in Mexiko und den USA.
Zuvor hatte die Schweinegrippe auch Deutschland erreicht. Bei insgesamt 3 Patienten in Bayern und Hamburg wurde das mutierte Virus vom Typ H1N1 nachgewiesen. Alle 3 Patienten waren aber schon wieder auf dem Weg der Besserung, wie die Behörden berichteten. Die Bundesregierung warnte vor Hysterie.
US-Präsident Barack Obama sprach sich am Mittwochabend gegen eine Schließung der Grenze zu Mexiko wegen der Schweinegrippe aus. "Das wäre, als schließt man das Scheunentor, nachdem die Pferde ausgerissen sind", sagte er. Das Virus sei bereits in den USA. Deshalb ergebe eine Schließung der Grenzen keinen Sinn.
Ausgangspunkt der Epidemie entdeckt
Wie der Direktor des Nationalen Epidemiologischen Zentrums, Miguel Ángel Lezana, sagte, ist es inzwischen gelungen, den Ursprung der Infektionskette in Mexiko ausfindig zu machen. Der erste Fall sei Anfang April in der Ortschaft Perote im Staat Veracruz aufgetreten. Nach Medienberichten handelte es sich um einen 5 Jahre alten Jungen, der sich ohne ärztliche Behandlung wieder vollständig erholt habe.
Weitere Informationen zum Thema Grippe finden Sie unter www.grippe-info.de.
