07.04.2013
Veränderungen der Schilddrüse bei jedem dritten Erwachsenen zu verzeichnen
In Deutschland hat jeder dritte Erwachsene eine veränderte Schilddrüse. Deshalb raten die Internisten vom BDI, insbesondere bei einer tastbaren Vergrößerung (Struma) oder verdächtigen Beschwerden auch einmal die Schilddrüse untersuchen zu lassen.
Hierzulande weist jeder dritte Erwachsene eine veränderte Schilddrüse auf. Darauf weisen Experten vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hin und raten dazu, insbesondere bei einer tastbaren Vergrößerung (Struma) oder verdächtigen Beschwerden auch einmal die Schilddrüse vom Arzt untersuchen zu lassen. „Die Schilddrüse, die nur walnussgroß ist und zwischen 18 und 60 Gramm wiegt, reguliert über Hormone wichtige Funktionen des Körpers wie den Energiestoffwechsel, die Herzfunktion und den Sauerstoffverbrauch. Eine Funktionsstörung kann sich daher fatal auswirken", erläutert Dr. Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI und praktizierender Internist in einer Hamburger Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin. Am häufigsten tritt in unseren Breitengraden eine sichtbare bzw. tastbare Vergrößerung der Schilddrüse auf - der sog. Kropf (Struma). Davon sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung in Norddeutschland und bis zu 30 Prozent in der Alpenregion betroffen - insbesondere Frauen, die es vier- bis achtmal häufiger trifft als Männer. Dies tritt meist infolge von Jodmangel auf, seltener aufgrund eines Knotens oder Tumors. Auch Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse (wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis) kommen vor.
Symptome einer Funktionsstörung werden oft übersehen
Typische Symptome einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose, bei der zu viele Hormone gebildet werden) sind Nervosität, Herzklopfen, Haarausfall und Gewichtsverlust bis hin zum Hervortreten der Augäpfel. Demgegenüber leiden Patienten mit einer Unterfunktion (Hypothyreose, bei der zu wenige Hormone gebildet werden) unter Müdigkeit, Schwäche, Frieren, Verstopfung und Muskelkrämpfen. „Allerdings macht sich eine Funktionsstörung der Schilddrüse oft über lange Zeit kaum bemerkbar und wird daher gerne übersehen", warnt Wesiack. „Eine Tast- bzw. Ultraschalluntersuchung und eine Blutanalyse können andererseits schnell Aufschluss geben, ob eine Veränderung vorliegt. Werden solche Veränderungen frühzeitig entdeckt, sind sie in der Regel gut behandelbar", betont Wesiack.
Quelle: äin-red
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