22.09.2008

Vitamin C hemmt Krebs bei Mäusen

Wenn sich eine neue Studie auch beim Menschen bestätigt, könnte Vitamin C das Wachstum von Tumoren verlangsamen....

Hoch dosiertes Vitamin C bremst das Wachstum von Tumoren - zumindest bei Labormäusen. Allerdings darf das Vitamin dazu nicht geschluckt werden, sondern muss direkt in den Bauchraum oder ins Blut gespritzt werden, berichten US-Forscher (PNAS 2008, online vorab veröffentlicht). Sie halten eine Anwendung auch beim Menschen für aussichtsreich, vor allem bei der Therapie aggressiver Tumore mit schlechter Prognose.

Vitamin C gehört zu den so genannten Antioxidanzien, auch Radikalfänger genannt. Diese Stoffe binden im Körper aggressive Sauerstoffmoleküle, die zur Entstehung von Krebs beitragen können. Forscher hatten krebskranken Mäusen das Vitamin in hoher Konzentration direkt in eine Vene oder den Bauchraum gespritzt. Bei aggressiven Tumoren der Bauchspeicheldrüse, der Eierstöcke und des Gehirns bremste dies das Wachstum deutlich um 41 bis 53%. Gesunde Zellen hingegen wurden durch die Behandlung nicht geschädigt.

„Sollte sich die Krebs-hemmende Wirkung auch bei Untersuchungen am Menschen zeigen, wäre dies möglicherweise eine nachträgliche Bestätigung der umstrittenen Hypothese einer krebsvorbeugenden Wirkung durch Vitamin C von Linus Pauling, der 1954 den Nobelpreis für Chemie und 1962 den Friedensnobelpreis erhalten hatte", sagt Prof. Reiner Hartenstein vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).