28.10.2008

Vogelgrippe bleibt gefährlich

Die Zahl der Infektionen ist in diesem Jahr aber deutlich zurückgegangen...

Die Vogelgrippe geht derzeit weltweit zwar leicht zurück, dennoch geben die Vereinten Nationen in ihrem neuen Vogelgrippebericht keinesfalls Entwarnung. Demnach meldeten nur 20 Länder in den ersten 9 Monaten dieses Jahres Ausbrüche des hoch ansteckenden Virus. In all diesen Staaten war es bereits zuvor aufgetreten.

In diesem Jahr hat sich das Virus H5N1 in keinem neuen Land verbreitet. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr sind es dem Bericht zufolge in dem gleichen Zeitraum 25 Länder mit Vogelgrippe-Ausbrüchen gewesen, in 4 davon ist das Virus erstmals aufgetreten. Die Vogelgrippe ist vor allem in Ägypten und Indonesien noch stark verbreitet. In Abständen taucht das Virus auch unter anderem in Pakistan, Teilen von China, Bangladesch, Thailand und Korea auf.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind die meisten Länder auf den möglichen Ausbruch einer Epidemie unter Menschen mit extrem gefährlichen Grippe-Erregern besser vorbereitet als noch vor 3 Jahren. Viele Staaten haben inzwischen einen Notfallplan, der allerdings in den seltensten Fällen getestet wird.

In Deutschland war Anfang Oktober bei einer Ente in Sachsen das Influenza-Virus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Es war der erste Vogelgrippefall in Deutschland in diesem Jahr. Das Virus befällt vor allem Hühner und Puten, aber auch Wasservögel wie Enten. Auch Menschen können sich bei unzureichenden Schutzmaßnahmen und mangelnder Hygiene an infizierten Tieren anstecken. Zum Glück sind solche Übertragungen bislang ausgesprochen selten.