30.10.2011

Wie man korrekt seinen Blutdruck misst

Anlässlich der Herzwochen "Herz unter Druck" informieren die Herzärzte vom Bundesverband der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) in München, was beim Blutdruckmessen zu beachten ist.

Die so genannten Herzwochen, eine bundesweite Info- und Aufklärungskampagne zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen, werden in diesem Jahr zum Thema Bluthochdruck vom 1.-30. November unter dem Motto „Herz unter Druck" laufen. Zu diesem Anlass wollen die Herzärzte vom Bundesverband der Niedergelassenen Kardiologen (BNK) in München darüber informieren, was beim Blutdruckmessen zu beachten ist, damit die Messung korrekt erfolgen kann. Schließlich müssen viele Menschen, die einen erhöhten Blutdruck haben, oder an Bluthochdruck erkrankt sind, ihren Blutdruck selbständig zu Hause mit Hilfe eines Messgerätes messen. „Die Bedienung dieser Blutdruckmessgeräte ist zwar meist sehr einfach, jedoch sollte man fünf Regeln beachten, um ein korrektes Ergebnis zu erhalten", empfiehlt Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Kardiologen (BNK).

Fünf Regeln gewähren korrekte Messung

Die ersten beiden Regeln betreffen den Zeitpunkt der Messung: „Da körperliche Anstrengung den Blutdruck erhöht, sollte jede Messung nach einer mindestens  dreiminütigen Ruhepause erfolgen. Außerdem ist es wichtig, dass die Blutdruckmessung vor der morgendlichen Einnahme von Medikamenten erfolgt. Hohe Morgenwerte bedeuten ein erhöhtes Risiko für eine langfristige Schädigung von Herz, Gehirn und Nieren und erfordern meist eine Veränderung der Medikation", erläutert Smetak. Bei den nächsten beiden Regeln geht es um die Messung selbst: „Der Blutdruck kann nur dann korrekt gemessen werden, wenn sich die Manschette auf der Höhe des Herzens befindet. Bei einem Oberarmmessgerät ergibt sich das von selbst, doch bei Geräten, die am Handgelenk sitzen, muss der Arm entsprechend hoch gelagert werden", rät Smetak. „Des Weiteren sollte die Messung immer an dem Arm mit dem höheren Blutdruck durchgeführt werden. Oft vergessen wird insbesondere die fünfte Regel: Wenn der Umfang des Handgelenks beziehungsweise des Oberarms sehr groß oder sehr gering ist, muss die Manschettenbreite entsprechend angepasst werden."

Unkomplizierte Bedienbarkeit des Messgerätes wichtig

Eine Vielzahl verschiedener Modelle von Blutdruckmessgeräten ist in Apotheken, Sanitätshäusern und über den Internetversand erhältlich. „Generell sind Messgeräte mit einer Manschette für den Oberarm nicht ganz so komfortabel wie Handgelenks-Blutdruckmessgeräte, zeichnen sich aber durch eine höhere Messgenauigkeit aus", erklärt Smetak. „Es empfiehlt sich in jedem Fall, ein hochwertiges Gerät aus dem Fachhandel zu wählen, das möglichst umkompliziert zu bedienen ist."

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