Herzschwäche: Symptome, Auswirkungen, Verlauf & Prognose

Symptome & Auswirkungen

Die Symptome einer beginnenden Herzinsuffizienz sind oft unspezifisch und daher schwer von anderen Krankheitsursachen zu unterscheiden. Typische Symptome einer Herzinsuffizienz sind Kurzatmigkeit, verminderte Belastbarkeit, rasche Erschöpfung, Müdigkeit, Knöchelschwellung, anfallsweise nächtliche Atemnot. Ferner rasche Gewichtszunahme (> 2 kg/Woche) durch Wassereinlagerung, Rasselgeräusche über der Lunge, schneller oft unregelmäßiger Puls, Leberstauung (Vergrößerung), kalte Extremitäten.
Die Vielzahl und Schwere der Symptome erklärt die zum Teil erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität von herzinsuffizienten Patienten. Hinzu kommen bei akuten Krankheitsepisoden längere und wiederholte Krankenhausaufenthalte und zunehmend eingeschränkte Mobilität.

Verlauf & Prognose

In vielen Fällen einer Herzinsuffizienz kommt es zu deutlichen Schwankungen des Beschwerdebildes. Selbst wenn es durch Medikamentengabe gelingt, das gestörte Gleichgewicht des Herz-Kreislauf-Systems zu regulieren, können krisenhafte Entgleisungen mit deutlicher Zunahme der Beschwerden auftreten. Die akuten Krisen, meist mit starker Atemnot des Patienten verbunden, können oftmals nur im Krankenhaus durch eine Intensivierung der Medikamente beherrscht werden.

Die jährliche Sterblichkeit (Mortalität) von Patienten mit Funktionseinschränkung der linken Herzkammer ohne Symptome liegt bei ca. 5-10%. Bei Patienten, die typische Beschwerden entwickeln, steigt die jährliche Mortalität auf ca. 15-30% an. Bei schwerer Herzinsuffizienz, d.h. bei Vorliegen von Beschwerden in Ruhe, ist mit einer Sterblichkeit von bis zu 50% im ersten Jahr zu rechnen.

In Abhängigkeit vom Schweregrad stellen das fortschreitende Pumpversagen sowie der plötzliche Herztod (meist durch begleitende bösartige Rhythmusstörungen) die vorrangigen Ursachen für die hohe Sterblichkeit dar.

Experte: Wissensch. Beratung und Ausarbeitung: Prof. Dr. med. Wolfram Delius, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern Meyer, J. et al. (Hrsg.)
Elsevier 5/2017

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

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