Was ist eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)

Eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) entsteht durch den plötzlichen Verschluss einer großen arm- oder beinversorgenden Arterie. Ist dabei eine herzferne (periphere) Arterie in den Armen oder Beinen betroffen, spricht man von einer akuten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Eine fortschreitende Arteriosklerose ist eine der wichtigsten Ursachen für einen Arterienverschluss. Dabei werden Arterien durch Ablagerungen zunehmend verengt und manchmal auch vollständig verschlossen. Nach einem solchen Gefäßverschluss werden die entsprechenden Körperregionen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium können schlecht heilende Wunden auftreten, das betroffene Gewebe kann schließlich auch absterben.

Die akute periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) tritt meist in einer Extremität auf, dabei sind die Beine deutlich häufiger betroffen als die Arme. Ein ganz akuter Arterien-verschluss äußert sich durch plötzlich einsetzende, heftige Schmerzen in der betroffenen Extremität begleitet von Blässe und Kältegefühl. Dabei können keine Arterienpulse mehr getastet werden. Dauert der komplette Arterienverschluss länger als zwölf Stunden, wird der betreffende Körperteil gefühllos. Sind zusätzlich die Beckenarterien blockiert, kann sogar auch ein Schockzustand auftreten. Ohne rechtzeitige Behandlung droht dabei je nach Ausmaß der Mangeldurchblutung evtl. eine Amputation der betroffenen Extremität. Eine solch dramatische Entwicklung tritt allerdings nur sehr selten auf!

Experte: Wissenschaftliche Beratung und Ausarbeitung: Dr. Gerhard Tepohl, München

Literatur:
Rationelle Diagnostik und Therapie in der Inneren Medizin in 2 Ordnern
Meyer, J. et al. (Hrsg.)
Elsevier, 5/2017

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017

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