08.10.2008
Fettleibigkeit erhöht Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs
Menschen mit viel Fettgewebe am Bauch erkranken einer neuen Studie zufolge häufiger an dieser gefährlichen Krebsform...
Für die aktuelle Studie des Karolinska-Instituts in Stockholm wurden die Daten von mehr als 138.000 Amerikanerinnen nach der Menopause für die Dauer von 7 Jahren ausgewertet. Demnach erkrankten 251 der Teilnehmerinnen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, 70% davon wiesen ein hohes Taille-Hüft-Verhältnis auf - für Mediziner ein Kennzeichen für Übergewicht. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Fettleibigkeit die Insulin-Werte im Blut erhöht und so zu einem höheren Krebsrisiko führt.
Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine relativ seltene Tumorerkrankung, nur 2 bis 3% aller bösartigen Tumore im Erwachsenenalter sind Pankreaskarzinome. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 12.000 Menschen neu daran. Allerdings ist Bauchspeicheldrüsenkrebs besonders bösartig: Er ist für etwa 6% aller Krebstodesfälle verantwortlich und stellt die 4.-häufigste Krebstodesursache dar.
In den meisten Fällen erfolgt die Diagnose erst nachdem sich die Krankheit bereits im Körper ausgebreitet hat. Erschwerend kommt dazu, dass eine erfolgreiche Behandlung nur schwer möglich ist. Nur 6 bis 8% der Patienten leben dem Krebsregister des Robert Koch-Instituts zufolge nach der Diagnose noch länger als 5 Jahre.
