11.06.2008
Gen als eine Ursache von Hirnvenenthrombose identifiziert
Ein verändertes Protein zur Blutgerinnung erhöht die Gefahr von Blutgerinnseln im Gehirn...
Ein Wissenschaftlerteam der Universitätsklinik Heidelberg hat ein neues Gen identifiziert, das für die Entstehung von Venenthrombosen im Gehirn mitverantwortlich ist. Der Verschluss der venösen Blutgefässe trägt zwar nur zu einem geringen Teil zu Schlaganfällen bei, verläuft aber in 10% der Fälle tödlich.
Die Forscher haben 78 Patienten, die an einer Hirnvenenthrombose litten, mit 201 gesunden Vergleichspersonen verglichen. Dabei fanden sie die neue Variante eines Gens, das für die Produktion eines Blutgerinnungsfaktors verantwortlich ist, des so genannten Faktor XII Genotyp C46T. Dieser erhöht die Gerinnungsneigung im venösen Blut. Jeder 6. Patient mit einer Hirnvenenthrombose war Träger dieser genetischen Variante, während sie nur bei jedem 20. in der gesunden Bevölkerung vorkommt.
Weitere auslösende Faktoren für eine Venenthrombose im Gehirn können hormonelle Veränderungen, Infektionen sowie Medikamente sein. Patienten mit einer Hirnvenenthrombose klagen u.a. über Kopfschmerzen, Sehstörungen oder epileptische Anfälle.
