09.11.2014
Grippeimpfschutz für chronisch kranke Menschen besonders ratsam
Influenza-Viren stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko für chronisch Kranke dar, weil die Abwehrkräfte des Immunsystems bei diesen Menschen geschwächt sind. Davor warnen die Internisten.
Allen Menschen mit erhöhter Gesundheitsgefährdung aufgrund einer chronischen Erkrankung empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) eine jährliche Grippeimpfung. „Influenza-Viren stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko für chronisch Kranke dar, weil die Abwehrkräfte des Immunsystems durch ein Grundleiden stark geschwächt sein können", erläutert Dr. med. Peter Walger, Leitender Arzt für Intensivmedizin und Infektiologie am Johanniter-Krankenhaus Bonn und Infektionsexperte des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI). „Eine Grippe-Infektion kann bei Patienten mit chronischen Erkrankungen, z.B. von Lunge-, Herz-, Kreislauf-, Leber- oder Nieren, aber auch bei Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen oder einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche lebensbedrohliche Komplikationen verursachen. Denn bei der Abwehr der Grippeviren ist das Immunsystem von Risikopatienten meist derart überfordert, dass die Grippeerkrankung selbst schwerer verläuft, die Grundkrankheit sich verschlechtert und andere Krankheitserreger, insbesondere Bakterien, ein leichtes Spiel haben, den Körper zusätzlich zu infizieren. So kann es aufgrund der geschwächten Immunabwehr dieser Risikopatienten im Verlauf einer Grippe-Erkrankung zu Lungen-, Herzmuskel- und Hirnhautentzündungen kommen, die leider oft tödlich sind."
November günstig zum Impfen
Die günstigste Zeit für eine Grippe-Impfung sind die Monate Oktober und November. Auch eine spätere Impfung ist noch möglich, allerdings kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis sich der volle Impfschutz aufgebaut hat. „Gerade Risikopatienten sollten sich möglichst frühzeitig impfen lassen", rät Dr. Walger.
Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Internetportal zum Thema Impfen unter www.impfenaktuell.de.
Quelle: äin-red
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