02.06.2014

Herz von Frauen ab dreißig vor allem durch Bewegungsmangel gefährdet

Mangelnde bzw. fehlende Bewegung führt bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr noch vor Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck zu den meisten koronaren Herzerkrankungen. Darauf weist der BNK hin.

Bei Frauen ab 30 Jahren ist mangelnde bzw. fehlende Bewegung der größte Risikofaktor für eine Herzerkrankung. „Allgemein zählen Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck neben Bewegungsmangel zu den hauptsächlichen Risikofaktoren für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Jetzt hat eine Studie (siehe British Journal of Sports Medicine, Online-Veröffentlichung am 8.5.14) aufgezeigt, dass Bewegungsmangel bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr noch vor Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck zu den meisten koronaren Herzerkrankungen führt", erläutert Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) und praktizierender Kardiologe in einer fachärztlichen Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie in Kirchheim. Nur bei jüngeren Frauen unter dreißig stellte das Rauchen in der Studie den größten Risikofaktor dar. „In dieser Altersklasse ist Tabakkonsum noch besonders häufig, viele Frauen hören dann aber Ende zwanzig zum Glück wieder mit dem Rauchen auf", kommentiert Dr. Smetak. Bei der KHK führen Ablagerungen von Fett und Bindegewebe in den Herzkranzgefäßen zu Verengungen oder Verschlüssen der Herzkranzgefäße (Koronararterien), so dass das Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Ist die Durchblutung stark eingeschränkt, kann es aufgrund des Sauerstoffmangels zum Absterben von Herzmuskelzellen und damit zu einem Herzinfarkt kommen. Sollten in entsprechenden Voruntersuchungen sich konkrete Hinweise auf verengte Koronararterien ergeben, untersuchen Kardiologen die Gefäße mit einer Koronarangiografie (Herzkatheter). Zum Ausschluss einer Koronarerkrankung können in besonderen Fällen auch Computertomografie (CT-Angio) und Magnetresonanztomografie zum Einsatz kommen. 

150 Minuten Bewegung mittlerer Intensität pro Woche würden schon ausreichen!

Die Studienergebnisse machen deutlich, dass mehr Bewegung zur Vorbeugung von Herzerkrankungen gerade auch für Frauen besonders wichtig ist. „Beruf, Familie und Kinder führen bei vielen Frauen dazu, dass sie sich mit zunehmendem Alter immer weniger bewegen. Dabei würden pro Woche schon 150 Minuten Bewegung mittlerer Intensität ausreichen, um eine Erkrankung an KHK zu vermeiden - also z.B. dreimal wöchentlich 50 Minuten (oder 6x25 Minuten) im Garten arbeiten, Schwimmen, Walken oder auch Golfen", empfiehlt Dr. Smetak.

Quelle: äin-red

Dies ist eine Pressemeldung des Bundesverbands der Kardiologen (BNK). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kardiologen-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des Patienteninformationsportals der Kardiologen-im-Netz verlinken.

 

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