25.11.2008

Menschen mit leichtem Übergewicht leben länger

Eine neue Studie stellt die wissenschaftliche Definition von Übergewicht in Frage...

An der Grenze zum Übergewicht haben Menschen um die 50 das geringste Sterberisiko. Das zeigt eine große internationale Ernährungsstudie Potsdamer Forscher (New England Journal of Medicine 2008, 359: 2105). Starkes Übergewicht und eine dicke Taille erhöhen demnach das Sterberisiko, aber auch ein Körpergewicht am unteren Ende des Normalbereichs, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) mitteilte. Grundlage der Untersuchung sind die Daten von knapp 360.000 Menschen aus 9 europäischen Ländern.

Statistisch am geringsten war das Risiko in der Untersuchung für Frauen mit einem so genannten Body-Mass-Index (BMI) von 24,3 sowie für Männer mit einem Index von 25,3. Bei einer 1,70 Meter großen Frau entspricht das einem Gewicht von 70 Kilogramm, bei einem 1,85 Meter großen Mann 87 Kilogramm. Der Body-Mass-Index berechnet sich aus dem Gewicht geteilt durch die Körpergröße zum Quadrat. Ist dieser Wert bei Frauen größer als 24 oder bei Männern größer als 25, spricht die klassische Definition von Übergewicht. Mit zunehmendem Alter steigt nach Ansicht vieler Mediziner jedoch auch der vorteilhafte BMI- Bereich.