05.07.2007

Mittelmeerkost schützt vor Atemwegsbeschwerden

Eine mediterrane Ernährung halbiert das Risiko für eine chronische Erkrankung der Atemwege. Außerdem schützt sie Herz und Blutgefäße...

Die Ergebnisse zweier Studien aus Griechenland und den USA zeigen, dass ungesättigte Fettsäuren aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen sowie Fisch und Olivenöl die Wahrscheinlichkeit für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma um die Hälfte senken. Wer sich hingegen dem westlichen Trend entsprechend ernährt und bevorzugt Fertiggerichte, rotes Fleisch, tierische Fette und Süßigkeiten isst, leidet etwa doppelt so häufig unter Atemwegsproblemen.

Wie sich in der US-Studie herausgestellt hat, litten die Männer, die am häufigsten Fertiggerichte gegessen hatten, im Vergleich zu Anhängern der Mittelmeerdiät sogar mehr als 4-mal so oft unter Lungenproblemen. Deshalb raten Experten insbesondere von Fast Food dringend ab, da diese Nahrung keine Antioxidanzien enthält. „Gepökeltes, rotes Fleisch weist z. B. aufgrund der verwendeten Pökelsalze viel Nitrit auf, das im Körper zusätzlich oxidativen Stress hervorruft. Dies kann bei Patienten mit COPD das Fortschreiten der Lungenerkrankung beschleunigen.

Eine solche minderwertige Ernährung steht in Gegensatz zur Vitamin-A-, -C- und -E-reichen mediterranen Kost. So weiß man, dass Früchte, die reich an Polyphenolen sind - wie zum Beispiel rote Weintrauben - krankheitsbedingte Entzündungsprozesse nicht nur in den Blutgefäßen, sondern auch in den Lungen verringern können. Aber auch das Beta-Carotin in Orangen, Äpfeln und frischen Tomaten vermag die Häufigkeit von Beschwerden bei Asthma und allergischem Schnupfen einzudämmen. Außerdem enthalten Nüsse viel zellschützendes Vitamin E sowie Magnesium, das die Lungenfunktion ebenfalls zu fördern scheint.

Ungleichgewicht im Stoffwechsel lässt sich günstig beeinflussen
Vielen chronischen Lungenerkrankungen liegt ein Stoffwechselungleichgewicht zu Grunde, das sich aber mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung günstig beeinflussen lässt. So beruhen Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma auf einer anhaltenden, chronischen Entzündung des Atemwegssystems. Dabei kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen wichtigen Stoffwechselenzymen. So kann zum Beispiel die Zahl der Antioxidanzien gegenüber den Oxidanzien abnehmen, so dass sie den Körper nicht mehr vor zellschädigenden Radikalen bewahren können, die im Stoffwechsel ständig als Nebenprodukt anfallen.

Experten raten daher, sich am besten 2-mal täglich mit Lebensmitteln aus der Mittelmeerküche zu ernähren und so neben Herz, Blutgefäße auch die Lunge zu schützen.

Verschiedene News rund um Atemwegsbeschwerden finden Sie unter www.aerzte-im-netz.eu/

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